Trancelike Void – Destroying Something Beautiful | 2008 | De Tenebrarum Principio | CD | Black Metal

Destroying something beautiful ist die erste Veröffentlichung des belgischen Duos Trancelike Void. Beide Musiker zeichnen sich auch für Kilte verantwortlich, deren Split mit Funeral Mourning mir kürzlich bereits sehr zusagte.

Nach dem ruhigen und traurig klingenden Vorspiel geht es dann mit Part I: Everything fails in bester Abyssic Hate Tradition los. Es ist ein knapp zwölf Minuten langes Stück, in dem vor allem die grell und rau klingenden, sowie ruhig, langsam und wabernd gespielten Gitarren auffallen. Sie sind es dann auch, die mich stark an das Suicidal emotions Album von Abyssic Hate erinnern. Ihre Melodien und Harmonien künden von trister Hoffnungslosigkeit und Leere, hervorgerufen durch eingängiges, sich wiederholendes und hypnotisches Spiel. Part I: Everything fails hat eine sehr negative sowie dichte Atmosphäre, die gerade auch durch die minimalistische Umsetzung und Instrumentalisierung sehr zu gefallen und vereinnahmen weiß.

Mit dem zweiten Teil Fragile consciousness geht es ähnlich gleichbleibend und voller Schwermut weiter. Der stark verzerrte aber stets sehr ruhig bleibende Gesang harmoniert wunderbar mit den traurigen Gitarrenmelodien, die in ihrer rauen und grellen Präsenz jegliches Licht verschlucken zu scheinen.

Der dritte und letzte Teil ist in der ersten Hälfte ein Tick schneller als die beiden vorherigen. Zudem ist die Melodieführung der Gitarren während dieser ersten Hälfte unauffälliger und insgesamt ärmer an eindringlichen Harmonien. Stattdessen sorgen das eingängig stampfende Schlagzeug und der radikal verzerrte aber immer noch ruhige und niemals geschriene Gesang für intensive Momente. Im mittleren Teil und in der zweiten Hälfte gibt es dann einige Variationen, zeitweilig sind auch mehr Melodien zu hören.

Destroying something beautiful ist für mich ein großartiges Werk düsterer und schwermütiger Musik wie ich sie seit langem nicht mehr in dieser Intensität gehört und erlebt habe. Die raue und grelle Melodieführung der Gitarren und der Gesang sind packend und fesselnd und für diese Art von Musik einfach ideal. Auch die vier ruhigen und klaren Instrumental- bzw. Zwischenstücke sind gut und dienlich für die negative Atmosphäre des Albums. Allerdings sind sie es auch, die mir ein kleines Gefühl von Wehmut machen, da es faktisch nur drei „richtige“ Lieder auf dem Werk gibt, was mir etwas zu wenig ist. Ich hätte mir noch ein oder zwei weitere „richtige“ Lieder gewünscht.

8,5/10
Aceust

01. Prelude: Descent
02. Part I: Everything fails
03. Interlude I: Daydream
04. Part II: Fragile consciousness
05. Interlude II: Nightmare
06. Part III: Total desolation
07. Epilogue: Escape

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