Tjern – Odin’s Sons | 2005 | Raging Bloodlust Records | Kassette | Black Metal

Tjern bestehen aus dem norwegisch-französischen Duo Fauk (Hordagaard) und Vargath (Funeral Forest). Mit Odin’s sons haben sie ihr erstes gemeinsames Demo veröffentlicht. Geboten wird kompromissloser aber ordentlich produzierter Black Metal. Dabei erwartet man dies nicht unbedingt beim Anhören des Einklangs Norge, welches ein akustisches Stück, bestehend aus Gitarre und Maultrommel (bin mir hierbei nicht ganz sicher), ist. Nach dieser stimmigen und harmonischen Einleitung folgt das antreibende Black mountains, welches recht schnell deutlich macht, dass Tjern puren Black Metal ohne irgendwelchen Firlefanz spielen. Hiernach ist eine Huldigung des Verstorbenen Sarmak von Lycanthropy’s Spell zu hören, die gut gelungen ist. Das Stück ist langsam, dunkel und bedrückend gehalten. Vor allem der Gesang wird hier gut vorgetragen, verzerrt mit leichtem Hall aber stets ruhig.

Im weiteren Verlauf von Odin’s sons bleiben Tjern der grimmigen und rohen Linie treu, die überwiegend durch langsame eingängige Rhythmen und dem eindringlichen Gesang begründet wird, wobei Tjern sich beim Gesang als gelungen abwechslungsreich erweisen. Besonders auffällig ist dies bei Fuck your holy shit, in dem das gesamte Repertoire der Gesangsformen dargeboten wird. Obwohl Tjern nahezu permanent in verschiedenen langsamen und schleppenden Tempi spielen, entsteht dadurch nicht ein plumpes sich ständig wiederholendes und gleichbleibendes Taktgefüge. Sie haben ihre Lieder gut strukturiert und eingeteilt und sowohl melodisch als auch rhythmisch einige abwechslungsreiche Elemente eingebaut. Lediglich Cold kingdom blood stellt sowohl atmosphärisch als auch stilistisch eine Ausnahme dar. Obwohl es ebenfalls nicht schnell ist, ist es sehr harsch und im hohen Maße aggressiv. Der Klang ist rauer, der Gesang lauter und heftiger aber auch das Riffing ist dunkler und fieser als in den Titeln zuvor.

Tjern haben mit Odin’s sons ein sehr ordentliches Demo hingelegt, das sich klanglich wie auch inhaltlich sehen lassen kann und für jeden Liebhaber traditionellen Black Metals interessant sein dürfte.

Erschienen ist es in einer Auflage von 150 Kopien.

01. Norge
02. Black mountains
03. Sarmak – The solitary wolf
04. Eternal chaos
05. Fuck your holy shit
06. My fight against christianity
07. Cold kingdom blood
08. Frankrike (Outro)

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