Thralldom – Beast Eye Opened To The Sky | 2003 | Bestial Onslaught Productions | CD | Black Metal

Thralldom offerieren auf dieser selbstgepressten Demo CD sechs Titel voller aggressivem und über strecken etwas pervers anmutendem Black Metal. Die Musik hat einen sehr rauen Klang, die Gitarren stellen eine grelle und vordergründige Wand dar – die durch kreisende Riffs und vereinzelte Soli variiert. Überhaupt fällt es auf, das Thralldom bei einer solchen extremen Form des Black Metals häufig auf eine führende Gitarre zurückgreifen, die kürzere aber auch längere, melodiöse und auch trashige Soli zum Besten gibt. An dieser Stelle könnte man denken die Band würde ein gewisses Chaos betreiben, dem ist aber nicht so. Im Gegenteil, die aggressive und vorantreibende Liedstruktur reicht sich nahtlos die Hand mit eben dieses (für diesen Stil wohl etwas untypischen) Gitarreneinlagen. Pervers (in einem angenehmen Sinn) wirkt Beast eye opened to the sky durch eine kalte, düstere Stimmung die ein wenig mechanisch und steril aufkeimt. Vergleichbar ist diese Atmosphäre mit der deutschen Band Trimorphes Zentrum Xul die dies in ihren Liedern sehr ausgeprägt und ergreifend bewerkstelligt. Allerdings ist dies nicht eine durchgehende Grundatmosphäre von Thralldom. Dieses Demo besticht gerade in seiner Gesamtheit, der Abwechslung zwischen der Lieder – dem ausgewogenem und vielfältigen Songwriting. So wird nicht nur durchgehend gekreischt oder in einem eingängigen Rhythmus das Liedgut eingespielt sondern eine klangliche Atmosphäre geschaffen die einer Geschichte ähnelt, da sie vom ersten Titel – das sehr schnell und direkt ist – bis hin zum abschließenden Stück das eindringlich und unheimlich wirkt, begleitet.

Für mich ein sehr gutes Demo das verschiedene Facetten vom Morbiden für sich vereint und somit nicht nur gelungen sondern auch eigenständig geworden ist.

01. Oath of the ex-communication
02. Parasites (The 7th plague)
03. Slicing morality off the face of…
04. Hypaethral
05. Dead aeon of the slain gods
06. De mysterio mali

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