Thou Art Lord – DV8 | 2002 | Black Lotus Records | CD | Black Metal

Viele Jahre gingen ins Land seit die Grichen von Thou Art Lord ein Album veröffentlichten. Um genau zu sagen, das letzte Album – Apollyon – erschien 1996. Sage und schreibe sieben Jahre war es um Necromayhem und Mannen ruhig ehe sie nun – vier Monate nach Genesis von Rotting Christ – erneut zuschlagen. Thou Art Lord entstand ja um 1992 herum als Necromayhem Rotting Christ zu Zeiten von Thy Mighty Contract verließ. Mit der neuen Band Thou Art Lord lebte der damalige Geist von Rotting Christ weiter. Eindrucksvoll bewies das damals das erste Album der Band Eosforos und einige EP´s. Apollyon war 1996 zwar extrem hefitg, aber wenig erfolgreich da es zu er- und bedrückend wirkte. Es klang irgendwie zu seltsam und auch zu sehr nach einer sehr tiefen und basslastigen Mischung aus Death Metal und griechischem Black Metal. Doch mit DV8 ist es anders. Genau wie bei den Kollegen von Rotting Christ mit Genesis liefern Thou Art Lord kein Meisterwerk alter Tage ab, sondern vereinen ihre Stärken und präsentieren diese mit dem neuen Album.

Ähnlich wie Apollyon ist das Album recht schnell und relativ tief vom gesamten Klang. Doch diesmal sind wieder die typischen und kennzeichnenden Killerriffs von Necormayhem mit dabei die man immer mit Griechenland und dem alten dortigen Black Metal in Verbindung bringt. Besonders interessant allerdings mutet der zweite Titel Baphomets Meteor an. Im letzten Drittel dieses Liedes tritt eine merkwürdig gequälte Stimme auf die kurz in eine Art gepresstes Sprechen verfällt. Das gibt dem Lied eine sehr bizarre Note. Aber dies sei nicht negativ zu verstehen. Thou Art Lord standen schon seither für eine eigenständige Verarbeitung und Interpretation des Black Metals – was der Musik spürbar zu entnehmen ist, ihr aber auch zugleich gut tut. DV8 ist keine 08/15 Veröffentlichung im Bereich des Black Metals sondern ein eigenes Manifest innerhalb dieser Stilrichtung.

Dies wird jeder merken der sich die CD anhört. Die Lieder strotzen nur so vom Extremen aber auch von Spielfreude. Denn bei DV8 beschränkt man sich nicht bieder auf einen Nenner und spielt ein bewährtes Porgramm ab, sondern schöpft aus dem Vollen des musikalischen Könnens. Und so entstand ein Album das zwar die griechische Handschrift der Band trägt – trotzdem aber etwas eigenes ist und darstellt. Verschiedene Stilelemnte finden in einigen Liedern mehr, in anderen Liedern weniger Einzug und schaffen so diese Gesamtatmosphäre von DV8.

Wenn man den alten griechischen Black Metal mag den den früher die alten Thou Art Lord und Rotting Christ sowie Agatus und Zemial verkörperten mag, der wird sicherlich Anfangsschwierigkeiten mit dem neuen Album haben. Doch wenn man sich nach ein ein paar maligen Anhören ins Material reingehört hat, erkennt man das Potential dieses Albums. Mal schauen was die Zukunft bringt. Zwei alte Bands dieser griechischen Ära haben zwei neue – andersartige – und gute Alben ans Tageslicht gefördert. Man kan hoffen dass ein Ruck entsteht….

1. A Chaldean Hex
2. Baphomets Meteor
3. Crowning the Winged Skull
4. Society of the Dilettanti
5. Desire Lust and Incubus
6. Eyes wide shut and lips wide open
7. The Shadow Doctrine
8. Behind the Druid Walls
9. Those we Guide

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