The Ugly – Decreation

The Ugly - Decreation

The Ugly – Decreation
2015 | Black Metal
CD | ViciSolum Productions

Sieben Jahre ließen sich die Schweden THE UGLY Zeit um ihr Zweitwerk „Decreation“ zu veröffentlichen. Nun ist es da und niemand der den Vorgänger kennt, dürfte enttäuscht werden. THE UGLY spielen nach wie vor schnellen Black Metal der schwedischen Schule.

Das Tempo ist bevorzugt schnell, der Gesang ist grimmig und die Riffs klirren kalt und nicht unmelodisch. Das hat man so und ähnlich alles natürlich schon oft gehört, doch THE UGLY haben ihre Sache gut gemacht. Mir gefällt „Decreation“ auf Anhieb jedenfalls besser als das Debütalbum. Dies liegt einerseits daran, dass ich den Klang gelungener empfinde und dass THE UGLY weniger technisch und trocken, dafür direkter und geradliniger spielen. Möglicherweise trugen die beiden Neuzugänge Joakim Antman an der Bassgitarre (DECADENCE, OVERTORTURE) sowie Schlagzeuger Fredrik Widigs (MARDUK) dazu bei.

Auch wenn das Tempo oft hoch ist, gibt es selbstverständlich viele rhythmische Variationen. Pures Geballer ist „Decreation“ jedenfalls nicht, obgleich mir vor allem die bedingungslosen harten Parts am besten gefallen. THE UGLY sind am wirkungsmächtigsten wenn Widigs das Gaspedal voll durchdrückt und die Gitarren dazu kalt surren. Die zahlreichen Breaks und melodischen Auflockerungen sind auch nicht schlecht, man versteht sein Instrumentarium, aber ich empfinde diese eher gemächlicheren Parts eben nicht so eindringlich. Weichgespült ist „Decreation“ deswegen aber noch lange nicht.

Die beste Einzelleistung muss ich jedoch Sänger Ingemar Gustafsson zusprechen. Seine Stimme ist schön grimmig und wenn es drauf ankommt auch bösartig und verächtlich und sie erinnert mich stellenweise gar an ALTAR OF PERVERSION – was natürlich großartig ist.

In der Summe ist „Decreation“ ein gelungenes Album. Jedenfalls enthält es keine erkennbaren Schwächen und es ist sogar relativ eigenständig. Mit MARDUK und DARK FUNERAL gibt es zwei Institutionen in der Heimat von THE UGLY, die in denselben Gewässern fischen. Dennoch besitzt „Decreation“ einen eigenen Charakter, wobei es hier und da natürlich das eine und andere Zitat gibt, aber so muss das auch sein. Freunden des schnellen schwedischen Black Metals sei „Decreation“ also ans Herz gelegt.

1. I Am Death
2. Black Goat
3. Legio Mihi Nomen Est
4. Crawl
5. Cult Of Weakness
6. Slumber Of The God
7. Decreation
8. Nibiru
9. Lögnerna Till Aska

https://www.facebook.com/theuglyofficial
http://www.vicisolum.com/
https://vicisolumrecords.bandcamp.com/

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