The Ruins Of Beverast – Blood Vaults – The Blazing Gospel of Heinrich Kramer (Cryptae Sanguinum – Evangelium Flagrans Henrici Institoris) | 2013 | Ván Records | CD/Vinyl | Black Metal

Alexander von Meilenwald meldet sich mit seinem Projekt THE RUINS OF BEVERAST und dem vierten Album BLOOD VAULTS zurück. Vor vier Jahren erschien das letzte Album Foulest Semen Of A Sheltered Elite, mit dem er mich damals nicht so überzeugen und ansprechen konnte, wie mit dem ersten und zweiten Album. Das Debüt Unlock The Shrine war und ist für mich bis heute ein kleines Meisterwerk und auch der Nachfolger Rain Of The Impure war ein großes Album, wobei sich da schon einige Veränderungen bemerkbar machten. Nun ist Blood Vaults da und THE RUINS OF BEVERAST spielt nach wie vor düsteren, unheimlichen und makabren Black Metal.

Blood Vaults ist in der Tat ein durch und durch düsteres sowie schweres Album, da es nicht mehr den typischen rohen Black Metal Klang des Debüts hat, sondern deutliche Anleihen von Death Metal und auch ein wenig Doom hat. Es gibt zahlreiche Stellen auf Blood Vaults, wo THE RUINS OF BEVERAST schleppenden aber kraftvollen, teils morbiden Black/Death Metal spielt, der an Gruppen wie NUCLEARHAMMER, TEITANBLOOD oder auch GRAVE MIASMA und NECROS CHRISTOS erinnert. Ich empfinde diese Entwicklung als sehr interessant, da von Meilenwald diese Einflüsse des bestialischen und düsteren Death Metals sehr gut mit seiner eigenen, ohnehin schon hochgradig düstern Art Musik zu schreiben, kombiniert. THE RUINS OF BEVERAST war für mich immer auch ein Synonym für morbide, düstere und bizarre Melodien und Harmonien. Und diese typischen Melodien finden sich auch auf Blood Vaults wieder, was einen sofort an die beiden ersten Alben denken lässt.

Blood Vaults ist auch wieder ein sehr langes und umfangreiches Album geworden. Die neun Stücke, die in drei Kapitel gegliedert sind, kommen auf eine Laufzeit von rund 78 Minuten. Neben dem düsteren Black Metal und seinen Ausflügen in den Death Metal sind auch viele atmosphärische Passagen vorhanden, die sehr gefühlvoll arrangiert wurden und sich aus monumentalen Chorälen, unverzerrten Gitarren und sphärischen Klängen zusammensetzen. In solchen Momenten gelingt es von Meilenwald eine tiefgreifende, dichte Atmosphäre aufzubauen, die, je nach dem, etwas Sakrales oder auch Episches haben kann. Makaber und morbide ist seine Musik aber trotzdem. Ordeal ist etwa ein Lied, welches mit knapp vier Minuten zwar relativ kurz ist, aber schnell und verstörend daher kommt und stark an Lieder wie Euphoria When The Bombs Fell vom Debüt erinnert.

Das vierte Album von THE RUINS OF BEVERAST lässt sich nur noch bedingt mit den zwei ersten Alben vergleichen und entpuppt sich als eine wesentlich verbesserte Version von Foulest Semen Of A Sheltered Elite. Die größte Veränderung ist wohl die Produktion. THE RUINS OF BEVERAST klang noch nie so sauber, differenziert, klar und druckvoll wie auf Blood Vaults. Die drei Vorgänger hatten immer einen etwas grellen und rauen Gitarrenklang, vor allem auf den beiden ersten Alben. Nach dem für mich etwas enttäuschenden dritten Album meldet sich Alexander von Meilenwald nun mit Blood Vaults unglaublich stark, intensiv und überraschend zurück. Blood Vaults enthält düstere und morbide atmosphärische Arrangements ebenso wie rigorose Härte und Heftigkeit. Blood Vaults ist ein Monument morbiden und düsteren Metals par excellence. Großartig!

01. Apologia
02. Daemon
03. Malefica
04. Ornaments of malice
05. Spires, the wailing city
06. A failed exorcism
07. Trial
08. Ordeal
09. Monument

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http://www.van-records.de/

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