The Earth King – Cycling Between Sun And Moon | 2012 | Kristallblut Records | CD | Ambienht Black Metal

Bei THE EARTH KING handelt es sich um ein sehr eigenwilliges Projekt aus Belgien von Bart Piette, der vor allem mit DEAD MAN’S HILL, einem Industrial/Ambient Projekt, unterwegs ist. Cycling Between Sun And Moon ist das Debütalbum, auf dem es rituellen und atmosphärischen sowie auch experimentellen Black Metal zu hören gibt. Die Musik ist sehr speziell, da es auf der einen Seite häufig Orgel zu hören gibt und es sich hier um eine spezielle Gesangstechnik handelt. Es wird Kargyraa (Untertongesang) gesungen, wie man ihn in der Mongolei oder Tibet hören kann. Auch wenn sich das zunächst ungewöhnlich liest, ist der Gesang gar nicht so ungewöhnlich, da er mich ein wenig an BLOOD OF KINGU oder auch entfernt an INQUISITION erinnert. Der Gesang ist sehr tief und kehlig, dabei aber überaus monoton, was einen rituellen Effekt mit sich bringt.

Das Album ist in zwei Hälften geteilt. Die erste Hälfte umfasst drei Lieder, in denen THE EARTH KING Black Metal mit atmosphärischen Arrangements, die aus Orgel, Keyboard und Flöte bestehen, spielt. Die Arrangements sind häufig aber sehr eigenwillig und können punktuell auch disharmonisch werden. In Entering The Black Hole Of Infinity gibt es einige solcher Disharmonien, die ich ziemlich interessant finde. An anderen Stellen wirken die Arrangements dann fast schon bombastisch. Wiederum an anderen Stellen ist es sehr melodisch, verspielt und verträumt, wobei dieser spezielle Untertongesang stets für das Besondere sorgt.

Die zweite Hälfte besteht ebenfalls aus drei Liedern, doch gibt es hier viel weniger Black Metal und stattdessen mehr Ambient, der wie in The End Of Salve Mater sehr düster, minimalistisch und beklemmend ausfällt. Das Titellied hingegen fällt durch sphärische Chorgesänge und harmonische Klanglandschaften auf.

Cycling Between Sun And Moon ist ein sehr spezielles Werk und man muss in jedem Fall eine Neigung für sonderbare, stilübergreifende sowie dunkelatmosphärische Musik mitbringen. Der Anteil des Black Metals ist relativ gering, atmosphärische und skurrile Arrangements sowie Düsterambient überwiegen. Obwohl ich das Album schon sonderbar finde und mir auch nicht alles vollständig zusagt, hat das Album einen Charme, der mir gefällt. Es ist eigenwillige, düstere und vielleicht auch etwas schräge Musik, die man so nicht immer und überall zu hören bekommt, und das gefällt mir. Man sollte aber nach Möglichkeit mal probehören, denn es wird sicherlich viele geben, die mit diesem Werk nicht viel anfangen werden können.

01. House of shadows
02. Autumn temple
03. Entering the black hole of infinity
04. Doodstrotseerder
05. The end of salve mater
06. Cycling between sun and moon

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