The Body & Krieg – The Body & Krieg

The Body & Krieg - The Body & Krieg

The Body & Krieg - The Body & KriegKRIEG verfolgte ich über viele Jahre und Imperial bescherte mir außerordentlich viel Freude mit seinem Black Metal. Wenn ich mich recht erinnere, fing meine Leidenschaft für KRIEG 2001 mit „Destruction Ritual“, einem finsteren und rigorosen Album, an. Nach dem 2006er Album „Blue Miasma“ erkaltete mein Interesse allmählich und ich verlor KRIEG mehr oder weniger aus den Augen. Es wurde auch eine Zeit lang ruhiger um KRIEG und mit den 2010 und 2014 erschienen Alben konnte ich nicht mehr so viel anfangen. Die vielen EPs und Splits die seit 2009 erschienen, kenn ich zum größten Teil nicht.

Doch nun flatterte mir vor kurzem diese Promo ins Haus und eine gemeinsame Arbeit mit THE BODY, einem anderen Vertreter des extremen Metals, wenn auch im Sludge/Doom verortet, weckte sofort meine Neugier. THE BODY existieren zwar noch nicht ganz so lange wie KRIEG, doch kann auch das Duo auf eine wirkungsmächtige Dekade und zahlreiche Veröffentlichungen zurück blicken.

Nun haben sich beide Bands dazu entschlossen ein gemeinsames Album aufzunehmen. Dass sich Imperial nicht ausschließlich für rohen und direkten Black Metal interessiert, hat er schon öfters demonstriert. Auf diesem Album ergänzen sich die beiden Bands gut. Das Resultat der gemeinsamen Arbeit ist ein fieses, dreckiges und harsches Album. Die Musik ist geprägt von langsamen Rhythmen, die oftmals überaus lärmend, rau und kratzend arrangiert wurden. Sowohl Chip King von THE BODY als auch Imperial singen, und beide sorgen mit ihrem eindringlichen, teils heftigen und hysterischen Kreischgesang für ein weiteres Moment voller Hass, Kälte und Pein.

Es ist nicht nur eine nihilistische Mischung aus Doom und Black Metal zu hören. Immer wieder wird das Ganze durch Industrial und Noise zu angereichert, was die ohnehin schwarze Musik noch menschenverachtender und bösartiger macht. Dieses Werk ist heftig, lichtverzehrend und trotz der bohrenden Langsamkeit heftig und hasserfüllt. Und wenn es dann doch mal schneller wird, wie im Öffnungsstück „Bottom Of The Bottle, Bottom Of The River“, kristallisiert sich eine primitive Negativität heraus, die nur schwer zu überbieten ist.

Mich können THE BODY und KRIEG mit dieser Kollaboration voll und ganz überzeugen. Musikalisch gehört das Album sicherlich nicht mit zum Besten, doch viel essentieller ist die durch und durch finstere und misanthropische Atmosphäre, die von der ersten bis zur letzten Sekunde anhält und ideal als Vertonung eines Albtraums herhalten kann. Das Album ist nicht unbedingt den Anhängern von KRIEG zu empfehlen, dafür aber den Freunden obskurer, morbider und nihilistischer Klänge umso mehr! Das Teil wird am 13. November auf diversen Formaten erscheinen, also Augen auf.

The Body & Krieg – The Body & Krieg
Vinyl / Kassette / CD / Digital | Black Metal / Noise / Doom
2015 | At A Loss Recordings

1. Bottom Of The Bottle, Bottom Of The River
2. Carved Out And Carved In
3. Fracture
4. Celebrate Your Shame
5. Never Worth Your Name
6. Gallows
7. A Failure Worth Killing Yourself
8. The Final Nail

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