Temple Of Void – Of Terror And The Supernatural | 2014 | Rain Without End Records | CD | Death/Doom

TEMPLE OF VOID aus Detroit gründeten sich erst vergangenes Jahr und werden dem geneigten Hörer Ende September mit ihrem Debütalbum „Of Terror And The Supernatural“ beglücken. Auch wenn die Gruppe noch jung ist, erhält sie zumindest durch Sänger Mike Erdody einiges an Erfahrung, der nämlich noch bei ACID WITCH Gitarre spielt.

Eine okkulte Mischung aus Death Metal und Doom soll es sein. Dies kann man so stehen lassen, obgleich der schwere und düstere Death Metal anfänglich überwiegt. Das Tempo ist zwar weitgehend langsam aber dennoch spielen TEMPLE OF VOID kraftvoll und schwungvoll auf. Die beiden Gitarren schmettern massive, schwungvolle Riffwände, die sich immer wieder in dunklen Melodien auflösen. An diesen Stellen schimmert dann etwas Doom durch, was eben gut zum insgesamt gemächlichen Tempo passt. Wenn es so doomig, schwer und düster wird, erinnern einige Riffs manchmal ein an die alten Sachen von PARADISE LOST. TEMPLE OF VOID scheinen grundsätzlich in der Vergangenheit verhaftet zu sein. Denn musikalisch wirkt „Of Terror And The Supernatural“ immer wieder wie ein Album, welches noch vor der Jahrtausendwende erschienen ist.

Nachdem das Album zunächst relativ kraftvoll und schwungvoll begann, wird es zunehmend doomiger. Genau hierin liegt für mich der Knackpunkt, denn ich finde der anfängliche düstere Death Metal steht TEMPLE OF VOID gut zu Gesicht. Der melancholische Doom ist zwar auch nicht schlecht, doch ist er mir auf die Dauer am Ende etwas zu fade, da recht melodisch. Es werden zwar immer wieder interessante und gute Riffs eingestreut, PARADISE LOST lassen wie gesagt grüßen, doch sind mir die Hymnen zu kraftlos, gemessen an den Anfang des Albums. TEMPLE OF VOID kreieren dabei aber durchaus eine düstere und schwere Atmosphäre, die von melodischen Arrangements getragen wird.

Klanglich und spielerisch ist „Of Terror And The Supernatural“ eine runde und ansprechende Sache. Ich für meinen Teil hätte mir einen etwas höheren Anteil des kraftvollen Death Metals gewünscht. Denn das können sie gut. Aber so ist „Of Terror And The Supernatural“ ein dunkelmelodisches und melancholisches Album, welches spielerisch abwechslungsreichen und riffbetonten Doom Metal enthält.

1. The Embalmer’s Art
2. Savage Howl
3. Beyond The Ultimate
4. Invocation Of Demise
5. To Carry This Corpse Evermore
6. Rot In Solitude
7. Exanimate Gaze
8. Bargain In Death

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