Tankrust – The Fast Of Solace

Tankrust - The Fast Of Solace

Tankrust - The Fast Of SolaceObwohl der Grundstein für TANKRUST bereits 2006 mit der Gründung des Vorgängers ELEUSIS gelegt wurde, ist erst vor kurzem mit „The Fast Of Solace“ das Debütalbum der Franzosen erschienen. TANKRUST setzen sich aus fünf Musikern zusammen, die alle auch in anderen, teils sehr unterschiedlichen Bands aktiv sind. Diesen vielseitigen musikalischen Hintergrund hört man der Scheibe an, auch wenn sich die Fünf dem Death Thrash Metal verschrieben.

Das zehn Lieder umfassende Album enthält eine vielgestaltige Vermischung von Death Metal und Thrash Metal, wobei die Einflüsse des Todesbleis am deutlichsten zum Vorschein kommen. TANKRUST gehen sowohl technisch und hart, mit einem hohen Grad an rhythmischer Variation, als auch direkt und geradlinig zu Werke. Man spürt den musikalischen Werdegang der einzelnen Musiker, da sich TANKRUST nicht zu sehr festlegen und sich viele unterschiedliche Einflüsse Bahn brechen.

Im zweiten Lied „Draw The Line“ kombinieren TANKRUST knochentrockenen, brutalen und alles niederwalzenden Death Metal, inklusive tiefen Geröchels und hochtonalem Gekreische, mit thrashigen Riffs und Einflüssen aus der Crossover-Hardcore-Ecke. Die Franzosen pendeln beständig zwischen dem brutalen, gutturalen Death Metal und melodischen oder thrashigen Parts hin und her. Der harte und schwungvolle Death Metal gefällt mir sehr gut, was vor allem dem exzellenten Gesang von Sänger Kootôh geschuldet ist.

Das Album ist vielseitig und dynamisch. Monotone Passagen gibt es nicht wirklich, da die geradlinigen und brutalen Parts relativ kurz gehalten wurden und sich mit anderen Passagen stetig abwechseln. Es wechseln sich aber nicht nur stilistische Elemente ab. TANKRUST verbinden überdies auch Fragmente der alten Schule mit modernen Einflüssen, was in der Summe zu einem sehr abwechslungsreichen und lebendigen Gesamteindruck führt.

Das Album ist zweifelsohne handwerklich gut gemacht. Die fünf Musiker können spielen und übertreiben es nicht mit melodischen oder atmosphärischen Spielereien. Es gibt zupackende Härte, viele treibende Parts aber auch melodische Gitarrenläufe und Soli. TANKRUST erinnern an eine Vielzahl von verschiedenen Bands, doch zu Vergleichszwecken will ich keine namentlich benennen, was angesichts des sehr breiten Spektrums müßig und kontraproduktiv wäre. Meinen persönlichen Geschmack treffen TANKRUST zwar nicht gänzlich, ich hätte gerne mehr vom brutalen Death Metal gehört, doch wer dynamischen und vielseitigen Death Thrash im modernen Antlitz mit einigen Oldschool-Bezügen reizvoll findet, sollte ruhig mal beide Ohren riskieren.

Tankrust – The Fast Of Solace
CD / Digital | Almost Famous
2015 | Death Thrash Metal

1. DMZ
2. Draw The Line
3. Apollo Is Dead
4. Autonomy
5. Improvisation 28
6. Dead Pools
7. Barbarians
8. Grow Some Balls
9. 10:22
10. Cleaver

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