Svartkraft – III: Lord Of Vermin | 2008 | Perish In Light | CD | Black Metal

Am 10. Oktober wird das dritte Svartkraft-Album III – Lord of vermin erscheinen. Sofort mit dem ersten Lied, The contamination, überrascht Svartkraft. Es sind vor allem dir grell und rau klingenden, sphärischen und leicht schrägen Riffs, die für die Überraschung sorgen, da diese Riffs ein wenig an Blut aus Nord erinnern. Diese Art der Melodieführung tritt allerdings mäßig in Erscheinung und ist teilweise auch sehr eigenständig, was gemeinsam mit der abwechslungsreichen Struktur von The contamination für einen gelungenen und starken Auftakt sorgt. Es wechseln sich eingängig schnelle und langsame, dunkelatmosphärische Parts ab. Insbesondere diese dunkelatmosphärischen Strecken haben es in sich und erzeugen eine durchgängig gute und dichte Atmosphäre.

Schnell und antreibend ist auch Dominion of the worm. Hier dominiert ein einfacher Rhythmus, begleitet von gleichfalls simpel gehaltenem Riffing. Es ist eine minimalistische und ab und an fiese Atmosphäre, die Svartkraft hier erzeugt. Im Mittelteil ist allerdings eine atmosphärische Passage zu hören, in der klar gesungen wird, was meiner Meinung nach nicht ganz passend ist. Von vornherein ruhig und schleppend ist Dust and bones, in dem das ruhige, stets dunkel gehaltene und leicht atmosphärische Gitarrenspiel für gute Momente sorgt. Gemeinsam mit dem rauen und nur minimal verzerrten Gesang fühle ich mich ein wenig an Wyrd erinnert. Allerdings ist auch in Dust and bones kurzweilig klarer Gesang zu hören, der auch dieses Mal nicht wirklich glänzen kann.

In Vermis hsysteria prallen rohe und eingängige Rhythmen auf grelles, eingängiges und frickeliges Riffing. An anderen Stellen wird dieses etwas nervige Riffing von dunklen und atmosphärischen Melodien ersetzt. Es ist ein merkwürdiges Lied, roh und minimalistisch einerseits, andererseits aber auch durchaus sanft und melodisch. Letztlich ist es mir aber zuviel, zumal erneut auftretender klarer Gesang, diese dubiose und verworrene Atmosphäre noch verstärkt. Da sagt mit der schnell und eingängig angelegte Anfang von Vortex of human suffering schon viel mehr zu. Dabei bleibt es zwar nicht, denn im Verlauf des knapp neun Minuten langen Liedes sind auch langsame Parts zu hören, die jedoch aufgrund der sehr guten Melodieführung und wegen der trockenen und treibenden Riffs, mächtig und kraftvoll wirken. Obwohl Vortex of human suffering ganz anders gestrickt ist als The contamination, entwickelt es allerdings ganz ähnlich, von Anfang an eine dichte und packende Atmosphäre.

Sehr ruhig, getragen von einer schönen, dunklen Gitarrenmelodie und der leisen, fast schon flüsternden Stimme, nimmt Fields of blood and regret seinen Lauf. Irgendwann kommt eine zweite Gitarre hinzu, die allerdings gleichfalls betont ruhig und atmosphärisch gespielt wird und erst nach fünf Minuten, mit dem Einsetzen des Schlagzeugs, kommt Veränderung in das Stück. Allerdings bleibt es atmosphärisch und ruhig, es ist ein sehr schönes und klares Stück, mit einem leichten, teilweise psychedelischen wirkenden Ansatz in so manch einer Harmonie. Im abschließenden The negation sind dann erneut treibende Schnelligkeit und grelle, langgezogene Riffs aus dem Hintergrund zu hören. Es ist ein kraftvolles Stück, in dem Eingängigkeit, Tempo und Melodik gut ausbalanciert wurden. Vor allem die eingängig schnellen Parts mit den langgezogenen Riffs wissen zu gefallen.

III – Lord of vermin ist mit Sicherheit das beste Svartkraft-Album. Es enthält zwar auch drei mittelmäßige Stücke, doch heben die restlichen Titel diese Mittelmäßigkeit komplett auf. Wem der Vorgänger II: The twilight void bereits gefiel, dem wird auch die neue Scheibe gefallen. Es sind vor allem die harmonischen und melodischen Elemente in Verbindung mit schneller Eingängigkeit, die auf III – Lord of vermin überzeugen und entzücken.

7/10
Aceust

01. The contamination
02. Dominion of the worm
03. Dust and bones
04. Vermis hysteria
05. Vortex of human suffering
06. Fields of blood and regret
07. The negation

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