Svartkraft – Den Onda Pesten | 2004 | Perish In Light | CD | Black Metal

Bei Svartkraft handelt es sich – angeblich – um das neue Projekt des umtriebigen Finnen Narqath. Offizielle Angaben diesbezüglich konnte ich nirgends ausfindig machen. Ein wenig stutzig macht mich die dänische oder norwegische Sprache, in der die Texte von Svartkraft verfasst sind sowie der genannte Künstlername Godslayer Vassago im Booklet der CD, anstatt Narqath. Im Grunde ist es auch nur eine statistische Nebensächlichkeit, wer denn genau hinter diesem Werk steckt. Musikalisch sind die acht Titel von Den onda pesten jedenfalls stilistisch und atmosphärisch an älteren Wyrd-Veröffentlichungen orientiert. Die Stücke sind allesamt in einem schroffen und rauen Gewand eingespielt; oft in einer ruhigen, dunklen Eindrücklichkeit vorgetragen. Insbesondere das erste Lied Elementens fall, welches auch das Längste des Albums ist, erinnert sehr stark an Heathen und Huldrafolk von Wyrd. Dieser Eindruck wird durch die, von Burzum bestens bekannten, ruhigen sphärischen Hintergrundklänge erzeugt. Gesanglich geht es ebenso in jene Richtung. Rau und leicht krächzend ertönt er, dabei immer in einer dezidiert ruhigen Form.

Den onda pesten ist aber nicht durch und durch langsam und gemächlich, sondern zieht die Schnelligkeit sehr wohl auch zu einem Poltern an, das archaische und räudige Züge trägt wie es bei Bortom tid och genom död der Fall ist. Es ist etwas schade, dass diese primitiven Anfälle auf dieser CD nur die seltene Ausnahme sind und es sich ansonsten langsam und dunkel harmonisch verhält. Alles in allem sehr nordischer Black Metal, der mal mehr, mal weniger in die frühzeitliche Richtung von Wyrd geht.

01. Elementens fall
02. Besatt av den femuddiga stjärnan
03. Liv i ruiner
04. Marscherande mot den svarta gryningen
05. Bortom tid och genom död
06. Den onda pesten
07. En mörkare skugga
08. Frysande svart blod

Schreibe einen Kommentar