Svart – Våran tid är förbi / 2009 / Frostscald Records

Die MCD Våran tid är förbi ist der direkte Nachfolger zum Debütalbum Vanära, vanmakt och avsmak und beinhaltet neben den drei neuen Lieder zudem das komplette Då allt upphör Demo als Dreingabe. Für die Aufnahmen zur MCD wurde ein Gastmusiker für das Schlagwerk engagiert. Obwohl die Aufnahmen zu beiden Werken nur ein Jahr auseinander liegen, sind die Unterschiede immens. Auf Våran tid är förbi ist das Tempo vorwiegend schnell und eingängig, die Riffs grell und gern eingängig. Auch der Gesang ist etwas verändert und wurde nun mehr geschrien, zudem ist er lauter und energischer. Stellenweise, mit manch einem Riff, erinnert mich Svart hier an Burzum. Nämlich dann, wenn die grellen, hellrauen Gitarren monoton und hypnotisch aufbegehren.

In den beiden ersten Liedern Den absoluta tomheten und Mot dödens slätter, die zusammen auf eine Spielzeit von über 39 Minuten kommen, gibt es nur minimale Abwechslung. Die beiden Stücke bestehen vor allem aus dem eingängig schnellen Spiel, das monoton und zuweilen rau und hypnotisch ist. Trotz der dezidierten Armut an Unterschieden wirken die Lieder zu keinem Moment langweilig oder zu monoton. Feine Variationen gibt es eben doch, etwa kurze, langsam und sphärisch gespielte Einlagen. Nur treten diese nicht allzu oft auf, was bei einer Länge von 39 Minuten echten Seltenheitswert hat. Das dritte und letzte Lied der MCD, Dessa kedjor, dessa bojor, ist durchgängig langsam und schleppend. Es dominieren über weite Strecken ruhig gespielte, atmosphärische Gitarren und ein ebenfalls ruhiger, aber nach wie vor eindringlicher, Kreischgesang. Es ist ein sehr schwermütiges Lied, angenehm und dezent.

Nachfolgend sind die vier Lieder des Demos zu hören. Hier bekommt man also Einblick in die Anfangstage von Svart. Der Klang ist naturgemäß dünner, aber für ein Demo überdurchschnittlich gut. Die Lieder gehen in die Richtung des Debütalbums, sind also abwechslungsreicher ausgefallen, besitzen Tempowechsel, melodische Strecken und auch harsche Passagen.

Im direkten Vergleich zu Vanära, vanmakt och avsmakt gefällt mir Våran tid är förbi besser. Ich mag die kalte und monotone Raserei der beiden ersten Stücke und ihre burzumartigen, hypnotischen Riffs. Zudem ist der Klang der MCD mächtiger und erdrückender, was den langen, schnellen und eingängigen Passagen in die Hände spielt, und sie noch eindrücklicher macht. Und mit dem Demo als Bonus, welches gleichfalls ohne nennenswerte Schwächen auskommt, kann man hier gar nichts verkehrt machen.

8/10
Aceust

01. Den absoluta tomheten
02. Mot dödens slätter
03. Dessa kedjor, dessa bojor
04. Ångest
05. Då allt upphör
06. Ändlöst
07. Låt det ske

http://www.ensamvarg.com/web/svart/index.html
http://www.frostscald.com/

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