Stellar Master Elite – III: Eternalism – The Psychospherical Chapter

Stellar Master Elite - III: Eternalism - The Psychospherical Chapter

Stellar Master Elite - III: Eternalism - The Psychospherical ChapterSTELLAR MASTER ELITE sind mal wieder eine jener Gruppen, von deren Existenz ich bis zu dieser Besprechung überhaupt nichts wusste. Dabei existieren die Trierer seit 2010 und haben kürzlich das dritte Album veröffentlicht. Aufgrund meiner Unwissenheit konnte ich mich frei von jeder Erwartungshaltung ans Bemustern machen.

Als ich Bandname und Albumname las, war mir schon klar, es hier nicht mit traditionellem und rohem Black Metal zu tun zu haben. Ich erwartete lange Lieder, voll mit atmosphärischem Black Metal und etwas Ambient. Doch das was sich mir auf „III: Eternalism – The Psychospherical Chapter“ bot, war anders und weitaus mehr.

STELLAR MASTER ELITE spielen einerseits zwar atmosphärischen Black Metal, jedoch anders als vermutet. Der Black Metal ist modern und düster, gespickt mit viel Progressivität und Doom Metal. Es gibt düstere und schwere Kost, die sich als vielgestaltig erweist, obgleich sich ein roter Faden durch die neun Lieder des Niedergangs zieht.

Es wurden elektronische Einflüsse aus Ambient sowie Industrial ebenso eingearbeitet wie zähe Monotonie. Andernorts gibt es kraftvoll arrangierte Parts mit Schwung und treibender Rhythmik. Die Lieder sind teilweise sehr unterschiedlich ausgefallen. In dem Stück „Perdition Time Loop“ ist etwa Markus ‚Schwadorf‘ Stock als Gastsänger zu hören. Sein ruhiger und tiefer Klargesang versprüht etwas Gothic-Wave-Post-Punk-Atmosphäre und wird durch sphärische Ambientklänge begleitet. Das direkt darauf folgende „Hologram Temple“ geht hingegen in eine völlig andere Richtung. Hier drosseln STELLAR MASTER ELITE das Tempo deutlich und servieren ein langes, schleppendes und monotones Lied. Das Lied ist gar nicht mal schlecht, ist es doch düster und bedrückend, doch mit einer Dauer von knapp neun Minuten ist es mir zu langatmig ausgefallen.

Doch dann kommt schon „The First Principle“ und hier ist dann moderner und schwungvoller Black Metal zu hören, der kräftige Riffs und treibende Rhythmik offenbart, was sich atmosphärisch ungefähr mit SATYRICON oder SONIC REIGN vergleichen lässt.

„III: Eternalism – The Psychospherical Chapter“ ist ein sehr facettenreiches Album mit überaus unterschiedlichen Liedern. Allen Liedern gemein ist eine dunkle, teils mystische Aura. Doch es ist auch ein anspruchsvolles Album. Die Vermengung von Doom, Black Metal und elektronischer Musik ist nun mal nicht jedermanns Sache. Handwerklich gut gemacht ist „III: Eternalism – The Psychospherical Chapter“ in jedem Fall. Die Produktion ist sauber aber nicht zu glatt und auch die Musiker hinterlassen allesamt einen guten Eindruck.

Mir persönlich gefallen die Lieder mit Industrial-Einschlag („Desperate Grandeur“) oder dunkelatmosphärische und vom Doom inspirierte Passagen (Anfang von „Eternalism“) am besten. Nummern wie „The First Principle“, die modern und komplex sind, und an Gruppen wie eben SATYRICON denken lassen, sind jedoch nicht meins. Am Ende entscheidet wie so oft der eigene Geschmack. „III: Eternalism – The Psychospherical Chapter“ ist ein gut gemachtes, abwechslungsreiches und vielgestaltiges Album mit Höhen und Tiefen.

Stellar Master Elite – III: Eternalism – The Psychospherical Chapter
CD | Essential Purification Records
2015 | Black Metal

1. Transmission Disruption
2. Desperate Grandeur
3. Buried In Oblivion
4. Perdition Time Loop
5. Hologram Temple
6. The First Principle
7. Mark Of The Beast
8. Eternalism
9. Downfall

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https://stellarmasterelite.bandcamp.com/
http://essential-purification-records.de/

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