Slidhr – Deluge | 2013 | Debemur Morti Productions | CD | Black Metal

Obwohl die irische Gruppe SLIDHR bereits 2006 die erste Demo veröffentlichte, damals noch als Einmannprojekt, wird erst jetzt, Ende Mai, mit Deluge das Debütalbum erscheinen. SLIDHR ist inzwischen zu einem Duo erwachsen und präsentiert ein Black Metal Album, das kraftvoll, düster und abwechslungsreich ist.

Seit der Demo hat sich einiges getan, da die Demo vor allem durch grimmige Schnelligkeit auffiel. Auf Deluge ist das Tempo ebenfalls zeitweise hoch, wenn auch weitaus differenzierter als auf der Demo, und es auch zahlreiche mittelschnelle und atmosphärische Passagen gibt. Zudem ist der Gesang dieses Mal nicht mehr so grimmig wie noch auf der Demo, dafür wirkt das Gekeife eher schemenhaft und rufend, nicht besonders grimmig oder aggressiv aber dennoch unheilvoll. Musikalisch entpuppt sich Deluge als abwechslungsreiche Scheibe, die sowohl rhythmisch als auch melodisch sehr variantenreich ist. Es gibt sehr viele verschiedene Tempi und Wechsel, auch wenn es schnell geradeaus geht, wird der Rhythmus variabel gehalten. So entsteht zu keinem Zeitpunkt eine echte Monotonie oder Eingängigkeit, was den Zugang anfangs womöglich etwas erschwert, zumal das Spiel an den Gitarren gleichfalls von Vielfalt geprägt ist. Es sind viele düstere Gitarrenharmonien zu hören, die oft tief tönend und kraftvoll zu hören sind. Genau während dieser Passagen schaffen es SLIDHR eine sehr dichte und sich schnell ausbreitende, dunkle Atmosphäre zu erschaffen. Die von den Gitarren erzeugten Melodien und Harmonien sind sehr gut, zumal der Klang differenziert und druckvoll ausgefallen ist. Überhaupt ist der Klang für eine kleine Gruppe aus dem Untergrund sehr gut und kräftig, auch das Schlagwerk kommt sehr schön zur Geltung.

Deluge ist spielerisch ein abwechslungsreiches und druckvolles Debütalbum, welches viel mit düsteren, unheilvollen und apokalyptischen Stimmungen spielt. Die Umsetzung ist gut, die Harmonien gleichfalls nur hätte ich mir vielleicht etwas mehr schwungvolle Härte und Boshaftigkeit gewünscht, der Klang ist jedenfalls prädestiniert dafür.

01. Wielding daggers
02. Hex
03. Earth’s mouth open
04. Symbols obscuring
05. Rejoin the dirt
06. Death of the second sun
07. Unseen
08. As the dead
09. Rays like blades

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http://www.debemur-morti.com/

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