Self Inflicted Violence – A Perception Of Matter And Energy | 2009 | Eerie Art Records | CD | Black Metal

Nach einigen Demoveröffentlichungen wird in diesen Tagen das Debütalbum A perception of matter and energy das Licht der Welt erblicken. Diese zwei Mann starke Gruppe aus England hat sich laut Eerie Art Records dem „Negative Black Metal“ verschrieben. Dies kann alles und nichts bedeuten, tatsächlich verbirgt sich auf dem Album ruhiger, atmosphärischer und bisweilen melancholischer Black Metal.

Die Lieder sind im Durchschnitt um die acht Minuten lang, und, wie erwähnt, stets ruhig sowie langsam. Oft sind über lange Passagen sphärisch gespielte Gitarrenmelodien zu hören, die verträumt wirken und das eine und andere Mal in Richtung Post Rock gehen. Hinzu kommt dann ein kalter und steriler Kreischgesang. A perception of matter and energy ist ein Album, das ob seiner beharrlichen Langsamkeit und des Fehlens jeglicher Härte, sehr trostlos und grau auf mich wirkt. Dies beschwört in mir recht schnell die Langeweile, da es dem Album auf die Dauer an Abwechslung fehlt. Einzelne Melodiestränge sind zwar teilweise gut gelungen, doch auch nicht brillant, als dass sie mich wirklich fesseln würden. Self Inflicted Violence plätschert zu harmlos und sanft dahin. Es fehlt der Musik ein Kontrast. Schnelle, harsche Ausbrüche etwa oder bizarre Klangfragmente würden das Ganze schon enorm aufwerten. Doch da es stets betont langsam und unaufgeregt zugeht, fehlt der Musik die Würze.

Wer langsamen, atmosphärischen Black Metal mit depressiven Anleihen und sphärischen Post-Rock-Ausflügen mag, wird dem Album wahrscheinlich mehr abgewinnen können als ich. Mich langweilt das Album allerdings einfach nur.

5/10
Aceust

01. Liquids
02. Artificial phenomenon
03. Eugenics
04. A mental cancer II
05. Comfort in insomnia
06. Realisation

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