Sarkrista / Sielunvihollinen – Split | 2014 | Misanthropic Art Productions | CD | Black Metal

Das Hamburger Quartett SARKRISTA knüpft mit dieser Split nahtlos am Vorgänger, dem Debütalbum „The Acheronian Worhsip“, an. Es gibt drei neue Lieder, die allesamt rohen und hasserfüllten Black Metal finnischer Prägung bieten. Bei den Kollegen von SIELUNVIHOLLINEN handelt es sich um echte Finnen, deren Stil aber weniger harsch und melodischer ist.

Die beiden ersten Stücke von SARKRISTA sind schnell und wüst. Das Schlagwerk peitscht und prescht voran, während Sänger Revenant giftig keift und kreischt. Das Spiel an den Gitarren ist dezent melodisch, passt sich aber dem rohen und aggressiv stampfenden Spiel an. SARKRISTA wirken aggressiv und tosend, verlieren sich dabei jedoch nicht in plumper Raserei. Rohe Härte, dezente Melodik und ein gewisses Maß an Abwechslung halten sich ausgewogen die Waage. Nach zwei schnellen Titeln folgt mit „Ashen Woodland“ das längste und letzte Lied, welches im Vergleich zu den beiden vorangegangen Liedern schleppend und schwermütig ist. Eigentlich ist es nur die Instrumentierung, die schwermütig ist, denn auch hier ist der Gesang bissig, harsch und eindringlich. SARKRISTA haben erneut alles richtig gemacht und spielen auch auf ihrer zweiten Veröffentlichung besten finnischen Black Metal.

Von SIELUNVIHOLLINEN gab es zuvor zwei Demos und eine Kompilation, auf der beide Demos vereint wurden. Chronologisch ist diese Split das dritte Lebenszeichen der Finnen. Auch sie spielen recht rohen Black Metal, wobei dieser im Vergleich zu SARKRSITA wesentlich weniger aggressiv und langsamer ist. SIELUNVIHOLLINEN stellen gemäßigtes Tempo und melodisches Gitarrenspiel in den Vordergrund. Abgerundet wird das Ganze mit einem rohen Klang und harschem Keifgesang. SIELUNVIHOLLINEN sind nicht schlecht, es gibt das eine und andere interessante Riff, doch ist mir deren Beitrag insgesamt betrachtet etwas zu harmlos. SARKRISTA haben toll und energisch vorgelegt, da können SIELUNVIHOLLINEN nicht mithalten. Da helfen auch kurze, schnelle Rumpelparts nicht mehr.

Diese Split ist vor allem wegen SARKRISTA eine gute Veröffentlichung. SARKRISTA konnten mich erneut von sich überzeugen. SIELUNVIHOLLINEN sind zwar nicht schlecht, gerade an den Gitarren gibt es Potenzial, allerdings müssten die Finnen für meinen Geschmack mehr auf Härte und Hässlichkeit als auf Melodik setzen.

SARKRISTA
1. My Eyes Turn Pure White
2. Diabolic Gathering
3. Ashen Woodland

SIELUNVIHOLLINEN
4. Hurmepolku
5. Hulluuden Portella
6. Murheen Laakso

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