Salvation666 – Anima Pestifera | 2010 | Blackseed Productions | CD | Black Metal

Nach zwei guten Demokassetten und einer großartigen EP erschien Anfang dieses Jahres nun das Debütalbum Anima Pestifera. Zunächst als stark limitierte Vinylplatte und wenig später auch auf CD. Wer Salvation666 bereits kennt, weiß längst was ihn erwarten wird. Nämlich grimmigen, rohen sowie gitarrenbetonten Black Metal. Salvation666 hat sich kein Stück verändert und setzt mit dem Album konsequent das fort, was man mit den drei Kassetten begann.

Ob aller vordergründigen grimmigen Rohheit, verbirgt sich im Untergrund viel mehr. Dass man es bei Salvation666 bestens versteht, großartige Riffs und Melodieführungen zu spielen, ist hinlänglich bekannt. So geschieht es auch auf Anima Pestifera, wobei man die guten Riffs und feinen Melodiestränge diesmal im Verborgenen platziert hat. Deshalb lässt sich das Album auch am besten mit In Dies Maior vergleichen. Es kommt auf die feinen Details an, von denen es viele gibt, doch die man erst mal entdecken muss. Wenn man sich Anima Pestifera nur oberflächlich nebenbei anhört, wird es niemals seine wahre Klasse entfalten können und man würde „nur“ grimmigen Black Metal hören. Doch dann würde man die hervorragende subtile Ausstrahlung der Musik verpassen, die zwar dezidiert roh und hasserfüllt ist, aber eben darüber hinaus auch zahlreiche Feinheiten und Abstufungen enthält.

Anima Pestifera schlägt auf Anhieb zwar nicht sofort ein wie Lord ov Thousand Voices und Sermo Diaboli, hält aber dennoch die Klasse dieser Demos. Anima Pestifera ist etwas unauffälliger beschaffen, was den Zugang für jene womöglich erschwert, die Salvation666 noch nicht kennen. Allerdings passt dies wiederrum hervorragend zur Gleichgültigkeit, die der Musik von Salvation666 stets inne wohnt. Entweder liebt man die Musik oder kann ihr nichts abgewinnen. Das ist zwar eine platte und gern verwendete Phrase, doch passt sie hier wie die Faust aufs Auge!

8/10
Aceust

01. Anima pestifera
02. Ars moriendi
03. Media in vita in morte sumus
04. Oderint, dum metuant
05. Ego te absolvo
06. Finis coronat opus

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