Sad / Malmort – Split | 2011 | Ewiger Hass Productions | Vinyl | Black Metal

Auf diesem schönen Vinyl teilen sich Sad aus Griechenland und Malmort aus Frankreich den begehrten Platz. Von Sad kam mir bisher nur die Split CD mit Warwulf unter, wo mir Sad nur bedingt gefiel und von Malmort hatte ich bereits die Mini MCDXXXI – MCDXL zu begutachten.

Auf der Split mit Warwulf sagte mir Sads melodische Ausrichtung nicht wirklich zu, und auch das aktuelle Lied Fragments of Death kombiniert schnelles melodisches Gitarrenspiel mit rohem Black Metal. Bis auf den atmosphärischen Anfang ist das Lied ziemlich eingängig, das Tempo stets treibend, der Gesang giftig keifend und die Gitarren, wie gesagt, melodisch und schnell begleitend. Durch den wärmeren aber etwas verwaschenen Klang und die Eingängigkeit wirkt Fragments of Death etwas roher als seinerzeit die Split mit Warwulf.

Malmort hat sich gegenüber der Mini ebenfalls nicht verändert. Im Gegensatz zum Vinyl-Kollegen Sad bietet das Lied von Malmort aber wesentlich mehr Abwechslung. Die erste Hälfte von Πανάκεια ist ruhig, dabei aber druck- und kraftvoll. Melodische Gitarrenläufe und das langsame Schlagwerk erklingen stimmungsvoll und bereiten auf die zweite Hälfte vor, in der Malmort dann schnell und grimmig loslegt. Aber selbst hier findet alles andere als Eingängigkeit statt. Das schnelle Tempo variiert, das Schlagwerk wurde äußerst vielfältig gespielt, lediglich die Gitarren wirken etwas blass. Deren Riffs sind zumeist recht unauffällig, was mir gefällt, denn so wirkt das Ganze überhaupt nicht melodisch aber dafür direkt und geradlinig.

Für Vinyljäger ist diese Split EP sicherlich von Interesse, zumal sie optisch ansprechend ist und viele Informationen, wie etwa der abgedruckte Text von Sad, enthält. Für meinen Geschmack ist Malmort hier der klare Gewinner, da Sad mir zu sehr auf die eingängige Melodik setzt.

Sad 6/10
Malmort 7,5

01. Sad – Fragments of death
02. Malmort – Πανάκεια

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