Rêx Mündi – IHVH | 2011 | Debemur Morti | CD | Black Metal

Sechs Jahre nach der gleichnamigen Demo erscheint in wenigen Tagen das Debütalbum der französischen Gruppe Rêx Mündi. Geboten wird okkulter Black Metal mit Einflüssen der Kabbala. Thematik und Stil sind also nicht neu, doch kann man damit sehr guten Black Metal machen. Auf IVHV trifft das leider nur bedingt zu. Das Album hat viele Tiefen aber auch Höhen. Phasenweise präsentieren sich Rêx Mündi richtig gut, sowohl spielerisch als auch strukturell. Andernorts erblasst die spieltechnische Fertigkeit aber schnell und auch die Klangproduktion ist nicht das Gelbe vom Ei.

Rêx Mündi spielen auf IVHV eine Mischung aus bedingungsloser Raserei und technischer Komplexität die durch Breaks und Tempowechsel ihren Ausdruck findet. Zudem gibt es Samples die die religiös-okkulte Thematik aufgreifen und langsame, atmosphärische Parts. Stellenweise sind die ultraschnellen Passagen richtig gut, können spielerisch und klanglich überzeugen um an anderer Stelle dann aber langweilig, plump und holprig zu wirken. Es gelingt Rêx Mündi also noch nicht, konstant auf hohem Niveau zu spielen. Am besten gefallen mir Rêx Mündi aber, wenn sie das Tempo herausnehmen oder geradlinig aufspielen. In manchen Liedern gibt es sehr viel Bewegung, Abwechslung und Tempowechsel, das nervt mich persönlich, da es unstet, flackernd und wirr auf mich wirkt. In den langsameren Abschnitten klingen Rêx Mündi oft sehr kraftvoll und düster, manchmal auch unheimlich und beklemmend.

IVHV ist für mich kein einfaches Album, da es auf der einen Seite extrem gute Momente besitzt, auf der anderen Seite aber auch hohe Defizite aufweist. Die geradlinigen, langsameren und atmosphärischen Passagen sind sehr überzeugend, wohingegen die abwechslungsreichen und hochgradig technischen Parts noch stark verbessert werden müssen. Somit ist IVHV ein durchwachsenes Album, bei dem sich ein Reinhören aber sicherlich lohnt, denn wenn die Franzosen sich verbessern, kann man von ihnen in der Zukunft noch viel erwarten.

01. J’imagine (Be-Reshit)
02. Naphtali
03. The flesh begat
04. Pious angels (Sefer seraphim)
05. Patrimoine génétique
06. Bloodline imagery (Achieving synthesis with Hokhmah)
07. Raising my temples

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