.Posthum – .Posthum | 2009 | Folter Records | CD | Black Metal

Die drei Norweger treffen sowohl äußerlich als auch musikalisch wohl recht genau den Nerv der Zeit. Modern der Gruppenname, schlicht die optische Gestaltung und musikalisch versucht man moderne und atmosphärische Strukturen mit dem einen und anderen rauen Stilelement zu kombinieren.

.Posthum geht dabei vielfältig zugange, wobei das Hauptaugenmerk auf kraftvolle Gitarrenläufe und eine entsprechende mittelschnelle Rhythmik gerichtet ist. Harmonisch, rifftechnisch und gesanglich erinnert mich das erste Lied Horns awaken phasenweise an neuere Sachen von Satyricon, wobei ich mich nicht festlegen kann, an was genau. Mit dem zweiten Titel Godless sind dann erstmalig schnellere Strecken, hämmernd und geradlinig, zu hören, was mir auch ganz gut gefällt. Doch das melodiebetonte und gar nicht aggressive Drumherum stört mich. Dabei ist es noch nicht einmal so, dass .Posthum besonders melodisch oder verspielt spielen würde. Die Melodien sind nicht schlecht, hie und da sogar ziemlich gut, da subtil und ergreifend. Doch fehlt mir insgesamt die Würze, etwa in der Form von aggressiven und harten Anteilen. Auf die Dauer langweilt mich das vorwiegend mittelschnelle und gemäßigte Spiel. Daran können auch die einzelnen, guten und überzeugenden Passagen nichts ändern.

Wer modern eingehauchten, atmosphärisch aber durchaus kraftvollen Black Metal mag, sollte sich .Posthum aber durchaus mal genauer anhören. Den einen und anderen schnellen Part gibt es auch. Doch wer es insgesamt etwas roher und härter mag, der braucht dieses Debütalbum nicht wirklich.

5/10

01. Horns awaken
02. Godless
03. Arise
04. Sacrificed
05. Wounds
06. Lair torture
07. The fallen and forgotten
08. Warfare

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