Pestiferum – Déchus du Fléau | 2013 | Hass Weg Productions | CD | Black Metal

Die französische Gruppe PESTIFERUM existiert auch schon seit einigen Jahren und veröffentlichte jüngst mit Déchus du Fléau ihr zweites Album. Man könnte das Werk als Konzeptalbum beschreiben, auf dem sich alles rund um die Pest dreht. Déchus du Fléau umfasst zwölf Lieder, die zusammen auf knapp 62 Minuten Spielzeit kommen und französischsprachigen Black Metal beinhalten. Dieser ist im Vergleich zu anderen französischen Gruppen relativ eigenständig.

PESTIFERUMS Stil ist eher unauffällig und ruhig. Das Tempo ist vorwiegend langsam bis mittelschnell und auch das leicht melodische Gitarrenspiel fällt vordergründig kaum auf. Am auffälligsten und markantesten ist der kehlige, erdige und ruhig intonierte, da nicht geschriene sondern eher bösartig gefauchte Gesang. Dieser ist ein zentrales Merkmal PESTIFERUMS und passt sehr gut zur gemächlichen Instrumentierung. Leider ist der Gesang auch das einzige Element, welches eine gewisse Härte und Aggression verbreitet. Die musikalische Umsetzung ist zwar alles andere als schlecht, doch durch die gemächliche Spielweise und die nur selten auftretende Schnelligkeit fehlt es dem Black Metal einfach an Durchsetzungskraft. Dann und wann wird das Tempo zwar angezogen, aber immer nur sehr kurz und auch dann nicht wirklich überzeugend und konsequent, wobei es positive Ansätze gibt. Ich finde das sehr schade, da es der Musik somit an Vielfalt und Kontrast fehlt. Déchus du Fléau klingt in seiner Summe irgendwie immer gleich, die Lieder ähneln sich sehr stark da es einfach an Spannungspunkten und emotionalen Aufladungen fehlt, zumal die CD mit 62 Minuten eben nicht kurz ist. Manchmal drängt sich mir der Eindruck auf, als hätten PESTIFERUM aus irgendeinem skurrilen Grund Angst davor, schnell und aggressiv aufzuspielen. Immer wenn sie gerade anfingen mal etwas schneller zu werden, kehren sie sofort um und verharren in der zuvor breitgetretenen Harmlosigkeit.

Für mich ist Déchus du Fléau ein enttäuschendes da langweiliges Album. Schade, da ich fest vom Potenzial und der musikalischen Fähigkeit überzeugt bin.

01. Rats et Vermines Méssagers du Fléau
02. Ignis Plaga, Ignis Sacer
03. Curationem Omnem
04. Combastio Leprosorum
05. Des Prêtres des Rites et des Défunts
06. Décimation du Vieux Continent Holocauste Bubonique
07. Seule la Flamme absoudra le Pêcheur
08. Le Gouffre Fosse Commune
09. Le Mal des Ardents
10. Bénis soient ceux qui combleront la Brêche de leurs Corps
11. Famine Estrange et Grande Pestilence
12. Au Vent Mauvais

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