Parasitic Ejaculation / Traumatomy / Gorepot / Intestinal Alien Reflux – Four Formidable Forms | 2014 | Rebirth The Metal Throne Productions | CD | Grind / Death Metal

Diese Split CD verspricht üblen Deathgrind! Vertreten sind drei Gruppen aus den Vereinigten Staaten und GOREPOT, ein russisch-japanisches Projekt. Den Anfang machen PARASITIC EJACULATION, die (leider) nur mit zwei Liedern vertreten sind. Die beiden Stücke sind recht abwechslungsreich und verbinden schwungvolle, mittelschnelle Parts mit einigen Tempoausbrüchen und zahlreichen technischen Breaks, was mich immer wieder etwas an „Cranial Impalement“ von DISGORGE erinnert. Trotz einiger Tempoeinlagen spielen PARASITIC EJACULATION vorwiegend mittelschnell und teilweise auch schleppend auf, wo sie mir am besten gefallen. Denn die schleppenden Parts mit dem tiefen, gutturalen Geröchel sind kraft- und schwungvoll. Wie gesagt, schade dass es nur zwei Lieder gibt.

TRAUMATOMY spielen einen ganz ähnlichen Stil. Schwungvolle und krachende Riffs werden mit einem drückenden, variablen Rhythmus kombiniert, der überwiegend schleppend bis mittelschnell ist. Klanglich sind TRAUMATOMY etwas druckvoller ausgefallen, so dass das vielfältige Spiel am Schlagzeug gut zur Geltung kommt. Trotz des gutturalen Gegurgels wirken TRAUMTOMY phasenweise düster, was vor allem dem einen und anderen dunkelharmonischen Riff geschuldet ist. Auch hier gibt es leider nur zwei Lieder, doch mit jeweils über dreieinhalb Minuten Länge sind sie für Genreverhältnisse nicht gerade kurz.

Mit INTESTINAL ALIEN REFLUX verändert sich das Ganze etwas, die Lieder werden wesentlich kürzer und auch klanglich ist es fortan roher und ruppiger. Das Schlagzeug tönt oftmals blechern und die Becken peitschen rauschend, überdies wird es stellenweise zu basslastig und es kommt dann zu einem Übersteuern. INTESTINAL ALIEN REFLUX spielen lärmenden und flotten sowie variablen Goregrind, der sich aber nicht in Raserei verliert und auch mal das Tempo rausnimmt.

Abschließend sind GOREPOT zu hören, deren Hauptaugenmerk auf üblem Gesang liegt, welcher phasenweise einem sterbenden, abgestochenen Schwein gleicht. Gesang ist nahezu durchgängig zu hören, instrumentale Passagen sind kaum vorhanden. Musikalisch sind GOREPOT dabei auch nicht ganz so schwungvoll wie die anderen Gruppen, da GOREPOT häufig auf technische und trockene Riffs sowie ein programmiertes Schlagzeug setzen. Dies hört man auch öfters raus, da die Doublebass so manches Mal doch zu künstlich klingt. Manchmal wirken GOREPOT auf mich wie eine abgefahrene Mischung aus den amerikanischen DISGORGE und BRODEQUIN. Ganz klar brutaler Deathgrind für die Kaputten unter euch.

Für mich, also jemand der sich nur gelegentlich dem Deathgrind hingibt, sind auf „Four Formidable Forms“ vor allem PARASITIC EJACULATION sowie TRAUMATOMY ansprechend. Mir gefällt bei beiden Gruppen die Kombination aus gutturalem Gesang und schwungvollen Rhythmen. INTESTINAL ALIEN REFLUX sind stellenweise auch ganz nett und GOREPOT vor allem für echte Fanatiker des schlechten Geschmacks. Aber für diese ist „Four Formidable Forms“ per se von Interesse. Wer brutalen Death Metal, gutturalen Gesang sowie abgefahrenen Grind und entsprechend kurze Lieder mag, dürfte hier also genau richtig sein.

PARASITIC EJACULATION
01. Anal Incest
02. Hematogenic Masturbation

TRAUMATOMY
03. Spontaneous Internal Degradation
04. Generating Xenomorphic Mutations

INTESTINAL ALIEN REFLUX
05. Rubes
06. Aliengod
07. The Gospel According To Puke
08. The Great Sage
09. Eminent Junkie

GOREPOT
10. Balls
11. Legalize Marjuana And Bong Detergent
12. Gay Cyborg
13. Ball Sack Parasites
14. Merry Christmas And A Happy New Year

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