Ophis – Empty, Silent And Cold | 2008 | Karge Welten Kunstverlag | Kassette | Death / Doom Metal

Bei dieser Kassettenveröffentlichung handelt es sich um eine Wiederveröffentlichung des ersten Demos von Ophis aus dem Jahre 2002. Die Wiederveröffentlichung hat einen neuen und nachbearbeiteten Klang sowie mit Where the sea demons dwell ein Bonusstück.

Ophis spielt auf diesem Demo eine unaufgeregte und gleichmäßige Death/Doom Metal Mischung mit einer latent mitschwingenden Schwermut. Demnach ist die Spielgeschwindigkeit auch langsam bis schleppend, der dunkel und tief verzerrte Gesang wird gleichmäßig und ohne emotionale Ausschweifungen vorgetragen. Das harmonische Spektrum ist dem natürlich angepasst und so ist die Melodieführung gleichfalls gekennzeichnet von bedächtiger Gleichmäßigkeit, die durch dunkles und schweres Spiel bestimmt ist.

Nach dem kurzen Pianostück Bereavement I geht es mit Sledgehammer assfuck los, in dem neben schleppendem Spiel auch einige kraftvollere Arrangements zu hören sind, deren Tempo phasenweise etwas erhöht wird. Während dieser druckvollen Parts klingt Ophis auf angenehme Art und Weise ein wenig dreckig, dank der schrammigen und trockenen Riffs. Besonders gelungen ist Pazuzu, dem phasenweise ein harmonisches Element hinzugefügt wurde, welches das langsame aber treibende Death/Doom Spiel wunderbar ergänzt. Durch diese Art von Kontrast vertieft Ophis die ohnehin unterschwellig schwelende Dunkelheit und Schwermut.

Ein ganz anderer Aspekt der mir gut gefällt an Empty, silent and cold ist der Klang. Er ist zwar sehr ordentlich aber weit entfernt von einer glasklaren Hochglanzklangproduktion. Der Klang ist stets ein wenig rau, zuweilen auch minimal rauschend, was meiner Meinung nach hervorragend zur Musik passt und die latente Schwermut der Musik nahezu perfekt transportiert.

Empty, silent and cold ist eine atmosphärisch dichtes Werk, welches trotz aller Melancholie auch seine druckvollen und dreckig verachtenden Momente hat. Die drei Pianostücke (Bereavement I-III) hätten nicht sein müssen, sie stören aber auch nicht. Mich überzeugen die Death/Doom Stücke auch so. Es ist die Unaufdringlichkeit, die diskrete Spielweise mit der Ophis mich hier überzeugen kann. Zudem sagt mit das nicht perfekte Klanggewand sehr zu, da es auf mich einen authentischen Eindruck macht, da der spielerische Aspekt im Vordergrund steht und nicht primär die „Verpackung“.

7/10
Aceust

01. Bereavement I: In praise of demise
02. Slegdehammer assfuck
03. Pazuzu
04. Bereavement II: Solitude
05. The mirror never lies
06. Caressing the dead
07. Bereavement III: Sepulture raindrops
08. Empty, silent and cold
09. Foulmere
10. Where the sea demons dwell

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