Nonexistence – Nihil | 2007 | Twilight | CD | Doom Black Metal

Nonexistene ist ein 1-Mann-Projekt, dessen musikalisches Schaffen als „Cosmic Doom Black Metal“ beschrieben wird. Nihil soll der Soundtrack zu Einsamkeit und Leere sein, mit Liedern voll düsterer Elegie. Klingt ganz vielversprechend, doch empfinde ich es nicht so.

Mit dem ersten Lied, A myriad of dead stars, beginnt Nihil sehr atmosphärisch wie auch abwechslungsreich, da die Musik sehr stilübergreifend ist. Der Rhythmus ist ein ruhiger und gemächlicher, zu dem dualer Gesang und viele Melodien zu hören sind. Die hellere, stark verzerrte Stimme erinnert ein wenig an Borknagar und Solefald, der tiefere Gesang ist typisch für den Doom / Death Metal.
Descending horizons ist zwar ebenfalls ein durchgehend ruhiges Lied, doch gibt es hier zusätzlich noch einen dritten, klaren und sonoren Gesang sowie eine kurze, kraftvollere und schnellere Passage zu hören.

Obwohl erst zwei Lieder von mir beschrieben wurden, bräuchte ich jetzt eigentlich nicht mehr weiterzuschreiben, da sich mit den anderen Liedern von Nihil nichts mehr ändert. Alle zehn Lieder sind in ihrer stilistischen und atmosphärischen Ausstrahlung recht ähnlich. Nonexistene zelebriert hier sehr ausführlich über zehn Titel verteilt, sehr melodischen und harmonischen Meta,l der gänzlich ohne harte Anteile auskommt. Somit fehlen auch druckvolle Arrangements, die Nihil vielleicht etwas ergreifender gemacht hätten.

Dann und wann enthält Nihil zwar gute Momente, etwa ein bestimmter Break, ein spezielles Riff oder auch eine Melodie, doch auf über 50 Minuten verteilt ist mir das zu wenig, zu harmlos und zu seicht.

Wer atmosphärischen Metal mit avantgardistischen Anleihen mag, der phasenweise stark nach Skandinavien klingt, wird Nihil vielleicht mehr abgewinnen können als ich.

01. A myriad of dead stars
02. Descending horizons
03. Twilight inferno
04. Reflections of emptiness
05. De nihilo nihil
06. Serenity
07. Fallen apart
08. Sirius
09. Ekpyrosis suicide
10. Metastability

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