Nihilo – Nyktophobia | 2008 | Eigenproduktion | CD | Death Metal

Mit Nyktophobia erreicht mich eine interessante Debütveröffentlichung aus der Schweiz. Interessant ist sie vor allem deshalb, weil Nihilo auf eine angenehme Art und Weise altbacken aufspielt. Die fünf Musiker spielen Death Metal mit einem gehörigen Anstrich Oldschool Metal. Neben technischen Riffs, treibenden Rhythmen und wenigen, kurzen Knüppelparts, gibt es auch hier und da flüssige Soli zu hören, die eindeutig dem traditionellen Metal entsprungen sind. Am besten gefällt mir hierbei allerdings der Gesang, der kein tiefes Gegrunze ist sondern kehlig, rau und verständlich vorgetragen wird; und der auch zu Bands wie den Schweizer Granden Hellhammer oder den Kanadiern Megiddo passen würde. Dies soll nun nicht heißen, dass Nihilo ähnlich klingt oder spielt wie eine der beiden Gruppen. Vielmehr versuche ich die Atmosphäre zu skizzieren, die dem Gesang und der Spielweise innewohnt.

Die einzelnen Lieder sind alle zwischen drei und vier Minuten lang und abwechslungsreich strukturiert. Vorwiegend spielt man dabei kraftvoll, mittelschnell und sehr riffbetont. Das Riffing ist dabei sowohl melodisch und feingliedrig als auch trocken, hart und treibend. So gibt es überblickend eigentlich auch nichts zu bemängeln, wenn auch der Klang manchmal einen Deut zu schwach ist. Vor allem das Schlagzeug dürfte ruhig druckvoller und präsenter sein. Dies würde die Musik während der treibenden Parts brachialer und energischer machen.

Trotzdem ist und bleibt Nyktophobia eine gelungene Debütveröffentlichung. Wer riffbetonten Death Metal und eine Oldschoolatmosphäre mag, darf Nihilo und Nyktophobia ruhigen Gewissens probieren.

7/10
Aceust

01. Intro
02. Meating
03. Faith
04. Lords of chaos Pt. 1: Luna
05. Lords of chaos Pt. II: Sol
06. Once upon a time on a frozen lake

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