Nefastt – La Malignité Des Astres | 2012 | Atavism Records | Kassette | Black Metal

Die französische Formation NEFASTT wurde bereits 2003 gegründet, doch erst 2008 erschien eine Demo EP. Nachfolgend spielte man einige Konzerte, unter anderem auch auf dem „Nacht der Drohenden Schatten“. Nun ist mit La Malignité Des Astres das Debütalbum auf Kassette und CD veröffentlicht worden. Die Kassettenversion, die mir vorliegt, beinhaltet als Bonus die komplette Demo.

Nach der kurzen, gelungenen Einleitung, die im schleppendem Rhythmus und mit dunkelharmonischen Melodien erklingt, folgt Tauriacus, welches sehr riffbetont und rhythmisch variabel beginnt. Schon während der ersten Sekunden fällt das, für eine kleine Untergrundgruppe doch eher untypische, vielfältig gespielte Schlagwerk, auf. Schlagzeuger Guillotine erweist sich nicht nur rhythmisch als abwechslungsreich, sondern er nutzt sein Instrument auch sehr vielfältig und spielfreudig. Somit machen NEFASTT schon von Beginn an einen guten Eindruck, zumal auch das Gitarrenspiel einige sehr interessante Riffs aufweist. Der Zugang von Daalberith, der zuvor einige Zeit bei ANIMUS HERILIS war, macht sich für NEFASTT voll bezahlt.

NEFASTT spielen natürlich rohen Black Metal ohne ausschmückendem Beiwerk. Es gibt keine Überleitungen oder sonstige atmosphärische Aufheiterungen. Die sieben Stücke des Albums zeugen von purem Black Metal, der trotzdem nicht plump ist. Das Riffing der beiden Gitarristen ist wirklich gut, ihr Spiel erweist sich als überaus vielfältig, stimmungsvoll und eigenständig. Bei NEFASTT gibt es nicht die immer gleichen und sich ähnelnden Standardriffs. Überhaupt sind die Lieder ziemlich abwechslungsreich ausgefallen. Innerhalb der einzelnen Stücke gibt es viele rhythmische Wechsel und Verschiebungen, Breaks und harmonische Variationen. Mir gefällt das sehr gut, zumal über allem stets der rohe und dezidierte Black Metal thront. La Malignité Des Astres ist zwar ein spielfreudiges und von abwechslungsreichen Strukturen geprägtes Album, trotzdem bleibt es roher, französische Black Metal, der überdies auch mit seinem schön bissigen und giftigen Kreischgesang punkten kann.

Wenn man die Kassette wendet, sind dann die vier Lieder der Demo zu hören. Diese sind naturgemäß roher. Sowohl klanglich als auch spielerisch. Die Riffs sind viel einfacher gestrickt, das Schlagwerk kommt eintöniger und auch der Klang ist dünner und rumpeliger. Wenn man die Demo mit dem Album vergleicht, sieht man sehr schön, wie deutlich sich NEFASTT in den vier Jahren und mit dem Zugang von Daalberith steigern konnten. Die Demo enthält rohen und harschen Black Metal, während dem Album auch Spielwitz, Detailreichtum und Vielfalt beiwohnen.

La Malignité Des Astres ist ein rundum gelungenes und ansprechendes Debütalbum. Hier gibt es gut gespielten Untergrund Black Metal, der Abwechslung mit roher Direktheit und dezenten dunkelharmonischen Melodien verbindet.

01. Introduction
02. Tauriacus
03. Créance de sang
04. La Destruction
05. Paysage Dévasté
06. Transcendance
07. Finis lucis
08. Le Silence de mort
09. Black Metal inner flame
10. Paysage Dévasté
11. Totale décadence

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