Nåstrond – Muspellz Synir | 2008 | Debemur Morti Productions | CD | Black Metal

Das inzwischen vierte Album, von einer der dienstältesten Black Metal-Gruppe Schwedens, erweist sich als überaus abwechslungsreich und vielschichtig. Vor allem aber ist Muspellz synir ein sehr düsteres Werk geworden.

Das Album enthält 14 Titel, von denen das Gros so um die drei Minuten lang ist, einige längere Ausnahmen gibt es natürlich auch. Die Kürze der meisten Lieder trägt zu der Vielschichtigkeit bei, da es oft und in kurzen Abständen zu teils sehr unterschiedlichen Stücken und somit auch zu sehr unterschiedlichen Atmosphären und Arrangements kommt.
Einige Stücke entpuppen sich nämlich als mächtiger Doom Metal mit einer sehr dunklen, bedrohlichen und schleppenden Spielweise, welche von Nåstrond glänzend vorgetragen wird. In anderen Titeln hingegen, spielt Nåstrond schnell auf, in einem eingängig hämmernden und mechanisch wirkenden Rhythmus, dass es einerseits harsch und heftig, andererseits aber auch mal grotesk wirkt. Nicht zu vergessen sind auch die klaren Parts und Stücke, wie etwa Agios, wo ein klarer okkulter Gesang zu hören ist oder Ior, einem Akustikstück mit ruhigen und leisen Geräuschen.

Wenn man das so liest, könnte man denken, es würde sich hinter Muspellz synir keine klare Linie verbergen. Doch dem ist nicht so. Gerade die vielen unterschiedlich gearteten Lieder tragen zu einem angenehmen Spielfluss und Hörgefühl bei, der in erster Linie düster und unheilvoll, gerne aber auch mal bizarr und grotesk ist. Mir haben es dabei die schleppenden, kraftvollen und bleiernen Doom Passagen angetan. In Mouth of the sea etwa, wechseln sich diese Doom Parts mit schnellen, mechanisch getrommelten Passagen ab, so dass eine wahrlich bizarre Atmosphäre entsteht.

Wer es gerne düster, bizarr und makaber mag, sollte mal in Muspellz synir reinhören. Es ist in dieser Hinsicht ein gelungenes Werk, das sowohl atmosphärisch wie auch harsch und heftig ist.

01. Intro – The gallow reveals
02. Fenrir prophesy
03. Eldrök
04. Defiance of the transient
05. Dark fyres
06. Die Sense die die schwarze Herbstzeitlose mäht
07. Ascending blaze
08. Agios
09. Svarta stränder (Digerdöden)
10. Calling the serpentine
11. Ior
12. Mouth of the sea
13. Passing beyond light
14. Nåstrond

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