Naglfar – Sheol | 2003 | New Hawen Records | CD | Black Metal

Nach fünf langen Jahren haben die Schweden von Naglfar nun endlich das dritte richtige Album fertig gestellt. Vergangenes Jahr erschien zwar schon die Mini Ex inferis aber diese konnte man ja nur als eine Überbrückung verstehen da diese ja fast ausschließlich aus altem Songmaterial bestand. Mit Sheol gibt es nun neun neue Stücke dieser schwedischen Formation. So waren die Unterschiede zwischen dem ersten Album (Vittra) und dem Zweiten (Diabolical) recht ausschweifend und deutlich, so ist die Entwicklung der Band diesmal nicht überraschend. Sheol fängt genau da an, wo Diabolical endete. Und zwar mit rasendem, technisch einwandfreien Black Metal welcher nach wie vor durch die bandtypische Lead-Guitar und der grellen Stimme seinen völlig eigenständigen Ausdruck bekommt. Allerdings befinden sich auf dem neue Album – im Gegensatz zu Diabolical – mehre einkehrende Momente, die mit seichten und hintergründigen elektronischen Klängen bereitgestellt werden. Dies war zwar bereits bei Vittra schon der Fall gewesen, jedoch steht Vittra im Bezug auf die beiden späteren Alben ohnehin etwas allein in der Bandgeschichte da. Das tut der Musik von Naglfar aber in keiner Weise einen Abbruch. Des weiteren ist das Schlagzeug auf dem dritten Album kräftiger und hat gerade beim Bass eine höhere Durchschlagskraft.

Naglfar sind nach wie vor Naglfar. Schnell, brutal und sehr technisch auf die Gitarren versiert. Ob diese neuen harmonischen Hintergrundklänge der Musik dienlich ist und sie bereichert oder nicht, vermag ich nicht zu sagen. Allerdings hätte man für meinen Geschmack bei dem einen oder anderen Lied etwas darauf verzichten können. Dennoch aber endlich ein neues Album das Gefallen findet. Bleibt zu hoffen diese Band auch mal wieder live begrüßen zu dürfen.

01. I am vengeance
02. Black god aftermath
03. Wrath of the fallen
04. Abysmal descent
05. Devoured by Naglfar
06. Of Gorgons spawned through witchcraft
07. Unleash hell
08. Force of pandemonium
09. The infernal ceremony

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