Nachtmystium – Demise | 2004 | Autopsy Kitchen Records | CD | Black Metal

Mit einiger Verspätung ist nun das zweite Album nach Reign of the malicious erschienen. Demise besteht aber nicht ausschließlich aus brandneuem Studiomaterial. Ashes to ashes war bereits auf der Live Blitzkrieg LP zwei mal enthalten und The glorious moment ist von der Mini-Veröffentlichung her bekannt, die den Bandnamen trägt. Nachtmystium haben etwas von ihrer Aggressivität und Schnelligkeit abgelegt, die Stücke sind allesamt länger als bisher üblich ausgefallen und auch klanglich merkt man den Amerikanern an, dass sie inzwischen ihre Spur gefunden haben. Überwiegend bewegt sich Demise in einer gleich bleibenden Langsamkeit, durchzogen von einer melancholischen Stimmung. Die Spielweise des Schlagwerks erinnert zuweilen über kurze Strecken an neuere Krieg-Stücke. Nachtmystium heben nur selten das Tempo an, und wenn, dann nur mittelfristig. Mit Transmission postmortem befindet sich ein überlanges instrumentales Outro auf der Platte, das eine Spielzeit von über acht Minuten hat. Zwei bis drei Minuten hätten definitiv ausgereicht. Überhaupt wirkt Demise leider etwas zu langatmig, diese ruhige und dunkle Strukturierung des Materials ist ihnen nicht vollends geglückt. Das Album ist zu arm an Abwechslung, es ist insgesamt zu sehr auf diese langsame und lange Strukturierung ausgerichtet. Mit The glorious moment ist ja auch ein älteres Lied enthalten, dem merkt man die einstige Frische und aggressive Spielfreude regelrecht an. Schade das von dieser Art nur noch ein Lied auf dem Album vorhanden ist.

01. Intro
02. Solitary voyage
03. Scorpio incarnate
04. Ashes to ashes
05. The glorious moment
06. Rise and fall
07. Transmission postmortem

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