Myrkr – Black Illumination | 2009 | Debemur Morti | CD | Black Metal

Die Iren von Myrkr können auf Anhieb mit ihrem Debütalbum Black illumination überzeugen. Von Anfang an bekommt man orthodoxen Black Metal um die Ohren gehauen, dem ich mich nicht so einfach entziehen kann. Denn Myrkr weiß sofort durch bekannte sowie tradierte Strukturen zu gefallen, die dennoch einen eigenen Charakter und Wiedererkennungswert haben. Das gern schnell und geradlinig gespielte Schlagzeug verrichtet wohlig seine Aufgabe, ohne für große Momente zu sorgen. Anders ist es da schon mit den Saiteninstrumenten und dem Gesang. Die Gitarren geben nahezu pausenlos erstklassige Riffs und Melodiestränge zum Besten, die nicht selten schroff, dreckig und eigenwillig sind. Myrkr vermeidet es dabei weitgehend, belanglose Standardriffs zu schmettern, was das Album insgesamt positiv abrundet. Der dunkel und kehlig verzerrte Gesang, der nicht geschrien wird, stattdessen erdig, abgründig und unheilvoll intoniert wird, komplettiert den überzeugenden Eindruck.

Myrkr vermag ab er nicht nur durch Schnelligkeit, Härte oder Rohheit zu überzeugen. Ab und zu wurden auch ruhige, atmosphärische Passagen eingestreut, die gleichfalls gut und überzeugend gemacht sind. Sie sind dunkelatmosphärisch und harmonisch, aber dabei niemals zu betont und aufdringlich. Sie haben einen dezenten Charakter, weshalb sie sehr gut ins Album passen.

Black illumination ist ein überaus anständiges Debütalbum, wenn auch noch nicht der ganz große Wurf. Aber dennoch ist es empfehlenswert und gut, zumal es einige echte Glanzlichter gibt und auch die Klangproduktion angemessen ist. Etwas dumpf und rauchig, dabei aber dennoch differenziert. Diese Klangfarbe bringt die unheilige Atmosphäre und den Gesang bestens zur Geltung.

7,5/10
Aceust

01. A grail of smouldering ash
02. Flesh
03. Enlightenment
04. The unseen light
05. Black blood of the wolf
06. Bound by the forgotten
07. Black illumination

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