Murkrat – Drudging The Mire | 2011 | Aesthetic Death | CD | Doom Metal

Murkrat ist das Soloprojekt der Australierin Mandy, die für die Aufnahmen des zweiten Albums Drudging the Mire lediglich einen Schlagzeuger als Aushilfe engagierte. Für einige wird diese Tatsache möglicherweise seltsam anmuten, im Falle von Murkrat ist es jedoch explizit das Besondere an der Musik. Denn der atmosphärisch gelagerte Doom mit einer ordentlichen Priese Funeral, ist selbst so besonders nicht. Erst durch Mandys klaren, facettenreichen Gesang wird das Werk zu einem Erlebnis. Düster und schwer verdaulich sind die langen, schleppenden Lieder ohnehin. Doch durch die oft kirchlich und religiös wirkenden Gesänge bekommt Murkrats Doom eine sehr spezielle, tiefgreifende und dunkle Atmosphäre. Aber auch die verwaschene Klangproduktion, einige überraschende Melodieführungen und Pianopassagen sorgen für eigentümliche Momente.

Drudging the Mire ist im Übrigen ein Werk, welches vor allem als Ganzes funktioniert. Einzelne Lieder herauszupicken bringt wenig, das Album erscheint wie aus einem Guss und ist in seiner atmosphärischen Ausrichtung absolut homogen. Murkrat hat hier ein wunderbar diffuses und bizarres Werk abgeliefert, welches vor allem durch seine Eigenartigkeit überzeugt. Wer auf obskuren Funeral Doom steht, sollte hier also unbedingt zugreifen.

7,5/10

01. Processional: Drudging the mire
02. I, rodent
03. Faceless
04. Word
05. Electric womb
06. The mighty spires
07. Speak
08. Berceuse: Slow immersion

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