Mrak – Глубина (Tiefe) | 2006 | Eigenproduktion | CDR | Black Metal

Mrak beschreibt die beiden Stücke als überlang und minimalistisch, womit die Gruppe, grundsätzlich gesagt, recht hat. Beide Eigenkompositionen sind um die zehn Minuten lang, sehr langsam und schleppend.

Am auffälligsten ist zunächst der Gesang, der zwar sehr ruhig aber extrem verzerrt ist sowie die gleichfalls ruhige, aber grell klingende Führungsgitarre, die unentwegt eine ruhige, zuweilen traurige Melodie spielt. Die rhythmische Gitarre sowie der Bass stehen unauffällig begleitend im Hintergrund. Hierbei ist es schade, dass diese, durch den Gesang und die Führungsgitarre zu sehr ins klangliche Abseits geraten, da mir deren ruhige, aber durchaus kraftvolle Spielweise gut gefällt und ich dies gerne deutlicher hören würde.

Tiefe ist für das Demo ein sehr passender Name, da das Material und die Spielweise von Mrak sehr unaufgeregt ist, etwas Beruhigendes und damit auch tiefgehendes hat. Durch die Länge der Lieder und die sanften, allmählichen Veränderungen lädt die Musik dazu ein, sich gedanklich und auch emotional mit ernsthaften, gern auch unangenehmen Dingen zu beschäftigen. Zu den Sternen… gefällt mir dabei jedoch besser, beide Lieder haben zwar eine gewisse Ähnlichkeit, doch sagen mir hier feine strukturelle Details mehr zu. Es sind Kleinigkeiten: Etwa, dass die Stimme am Anfang einer Strophe etwas kehliger und damit kräftiger klingt oder, dass der Bass und die Rhythmusgitarre phasenweise besser zur Geltung kommen als im ersten Stück.

Trotz der Feinheiten die mir am Klang nicht gefallen, ist er mehr als ordentlich. Er ist sehr klar und lässt nicht auf eine Demoproduktion schließen. Mir persönlich ist er, wie gesagt, allerdings etwas zu grell und hell. Doch vermutlich soll es genau so sein.
Tiefe ist ein sehr anständiges und eigenständiges Demo. Es ist natürlich nichts überwältigendes, doch wenn Mrak sich auf dieser Basis weiterentwickelt, beispielsweise etwas mehr Variation einbringt, kann man durchaus noch einiges von dem Duo erwarten.

01. Durch den Abendnebel…
02. Zu den Sternen…
03. Han som reiste (Burzum Cover)

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