Mourners Lament – Unbroken Solemnity | 2008 | Descent Productions | CD | Death / Doom

Unbroken solemnity ist das erste Lebenszeichen von Mourners Lament, einer Death/Doom Metal Band aus dem fernen Chile. Es ist ein sehr schönes, da auf angenehme Art und Weise atmosphärisches, Werk geworden. Obwohl „nur“ drei Lieder stark, erreicht Unbroken solemnity dennoch eine Gesamtspielzeit von über 32 Minuten.

Diese schönen atmosphärischen Elemente werden schon am Anfang von Suffocating hopes deutlich, da die Gitarren und der Bass klar, ruhig und deutlich gespielt und schwermütige Melodien erzeugt werden, denen man sich nur schwerlich entziehen kann. Ein wenig erinnert mich diese melancholische Inszenierung von Melodie und sanftem, klarem Flüstergesang an My Dying Bride. Aber auch die härteren, weniger atmosphärischen Parts mit tiefem und dunkel verzerrtem Gesang wissen ebenso zu überzeugen, da das Klangbild sehr druckvoll, klar und fest ist und dadurch einen umklammernden, treibenden Sog entwickelt.

Mourners Lament entwickelt dabei in den beiden ersten Liedern zu keinem Zeitpunkt eine eingängige, bleierne Spielweise. Das Spiel unterliegt einem steten Wandel, in dem sich die atmosphärischen Passagen mit den härteren abwechseln – was insgesamt zu einem sehr angenehmen Spielfluss und Hörgefühl führt. Erst in Sadness caress, dem letzten und mit knapp 18 Minuten längsten Titel, fließen auch Funeral Doom-Einflüsse ein, da es hier phasenweise dann doch sehr langsam wird, sich nur noch wenig verändert und somit eine triste, bleierne Eingängigkeit entsteht.

Ich empfinde Broken solemnity mehr als nur einen gelungenen Einstand von Mourners Lament, da die Gruppe es vermochte, mich auf Anhieb mit ihren harmonischen Elementen für sich zu gewinnen. Somit kann ich nur jedem empfehlen, der atmosphärischen Death/Doom Metal mag, Mourners Lament zu probieren.

01. Suffocating hopes
02. Unbroken solemnity
03. Sadness caress

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