Moredhel – Hades Revenit | 2008 | Eigenproduktion | Kassette | Black Metal

Es ist das siebte Jahr des Bestehens Moredhels und Hades revenit stellt die inzwischen vierte Demoveröffentlichung dar. In der Zeit gab es viele Liveauftritte und Besatzungswechsel, doch mit Hades revenit ist den Ingolstädtern ein überraschendes Demo gelungen. Moredhel steht zwar seit jeher für hasserfüllten, rohen und aggressiven Black Metal, doch gelang es bisher nie so gut, wie mit Hades revenit. Im Vergleich zum letzten Demo Klänge des Triumphs wurde der Klang wesentlich verbessert. Vor allem die Gitarren klingen nun nicht mehr so grell und überaus präsent, auch die Lautstärke des Gesanges wurde besser abgemischt. Dadurch wirkt die Musik zwar nicht mehr ganz so extrem und roh, doch dafür kommen einzelne Feinheiten besser zur Geltung, was letztlich auch der Atmosphäre dienlich ist.

Moredhel spielt auf Hades revenit kompromisslosen sowie hasserfüllten Black Metal ohne Firlefanz. So gibt es bis auf das Intro auch keine atmosphärischen Parts die das Ganze auflockern sollen. Die Lieder sind direkt und geradeaus, wobei man nicht in starrer Monotonie drauflos prügelt. Sowohl rhythmisch als auch an den Saiteninstrumenten gibt man sich bis zu einem gewissen Grat abwechslungsreich. Schnelligkeit und Heftigkeit ist allerdings ganz klar die vorherrschende Stoßrichtung. Einzig im längsten Lied Le voyage de mes pensées wird die Heftigkeit zurückgenommen, wobei trotz des mittelschnelles Tempos und des guten, leicht melodischen Riffings, Hass und Eindringlichkeit latent zu spüren sind.

Ein interessanter und abrundender Aspekt ist das Sodom Cover Gomorrah. Statt, wie üblich, Darkthrone, Burzum oder Hellhammer nachzuspielen, gibt es von Moredhel hier eine heftige Thrash-Granate. Moredhels Version ist natürlich roher und aufgrund des Gesanges hasserfüllter, doch kommt dies in dieser Black-Metal-Version sehr gut rüber.

Hades revenit ist das bisher beste Demo von Moredhel, sowohl klanglich als auch strukturell. Manchmal übersteuert das Schlagzeug zwar zu sehr, sodass es zu einem dumpfen, basslastigen Wummern wird, doch passt dies ganz gut zur energischen Eindringlichkeit.

7/10
Aceust

01. Intro
02. Victory march of the black phalanx
03. Niedergang
04. Moredhel
05. Black Metal is blood is Satan
06. Le voyage de mes pensées
07. Gomorrah (Sodom Cover)

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