Moonreich – Curse Them | VERÖFFENTLICHT: 2012 | PLATTENFIRMA: De Tenebrarum Principio

Curse Them heißt die neue EP der französischen Gruppe MOONREICH. Vor gar nicht allzu langer Zeit, vor etwas mehr als einem Jahr, erschien erst das Debütalbum Loi Martiale. Nun legt man mit drei neuen Kompositionen sowie Deathwish von CHRISTIAN DEATH nach.

Wenn man sich Curse Them anhört, fällt einem zunächst der verbesserte Klang auf. Zwischen der EP und dem Album liegen nahezu Welten. Curse Them ist viel klarer, differenzierter, professioneller aber auch steriler produziert worden. So kommt der zumeist schnelle und geradlinige Black Metal punktgenau zur Geltung. Überproduziert oder aalglatt ist das Material aber dennoch nicht. MOONREICH kombinieren auch auf Curse Them geradlinige Schnelligkeit mit melodischen Riffs. Es gibt aber auch Passagen, die überaus brutal und dreckig gestaltet wurden. In Slay The Prophet wechseln sich monströse Parts mit atmosphärischen, riffbetonten Passagen ab. The Serpent Presaging Sinister ist nicht ganz so durchzogen von extremen Gegensätzen. Zwar gibt es auch hier schnelle Tempi, aber das Lied ist in seiner Gesamtheit etwas zahmer, durchzogen von unterschiedlichen Rhythmen und vielen Riffs. Im abschließenden Titellied ist das Riffing dann reduzierter, MOONREICH versprühen Geradlinigkeit, Grimmigkeit und Kälte, obgleich man auch hier nicht vollständig auf Melodik verzichtet. Doch diese ist sehr dezent und es dominiert in der ersten Hälfte ganz klar die Brutalität. Der zweite Teil des Liedes ist ruhiger, das Tempo wird gedrosselt und harmonische Arrangements breiten sich aus. CHRISTIAN DEATH ist mir lediglich namentlich bekannt. Von deren Musik weiß ich nichts. Das von MOONREICH nachgespielte Deathwish ist sehr rockig, melodische Riffs wechseln sich mit satt dröhnenden Anschlägen ab und im Refrain ist kurz Klargesang zu hören. Sagt mir nicht so zu, ist aber eine nette Abwechslung.

Auf Curse Them trifft im Grunde das Selbe zu wie schon auf das Album. Was MOONREICH hier machen ist gewiss nicht schlecht, aber es fehlen für meinen Geschmack Besonderheiten. Mir hat das Album etwas besser gefallen, da der Klang einerseits etwas organischer war, was ich immer bevorzuge, und es durch interessante akustische Überleitungen Momente der Abwechslung und Eigenständigkeit gab. Das fehlt mir auf Curse Them. Wer aber handwerklich gut gespielten und schnellen Black Metal mit einer Portion Melodik mag, darf Curse Them gerne probieren.

6,5/10
Aceust

01. Slay the prophet
02. The serpent presaging sinister
03. Curse them
04. Deathwish (Christian Death Cover)

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