Malmort – Vox In Excelso | 2012 | Hass Weg Productions | CD | Black Metal

Nachdem Malmort in den ersten vier Jahren der Existenz lediglich eine Demo erschufen, ist man nun überaus aktiv. Die EP MCDXXXI – MCDXL liegt noch nicht lange zurück, ebenso wenig wie die Split EP mit Sad. Und nun gibt es mit Vox In Excelso das Debütalbum. Den Stil haben die Franzosen überhaupt nicht geändert, so dass es nach wie vor schnellen und riffbetonten Black Metal zu hören gibt.

Vox In Excelso umfasst acht Lieder die auf eine Länge von 48 Minuten kommen. Dieser Platz wird durch abwechslungsreichen Black Metal gefüllt, der in seiner Grundausrichtung flott ist, aber zahlreiche Variationen hinsichtlich der Rhythmik und Melodik aufweist. Vox In Excelso ist alles andere als ein eingängiges Album, was den Einstieg nicht unbedingt befördert. Malmort spielen zwar nicht besonders komplex oder verschachtelt, aber eben doch vielschichtig und abwechslungsreich, was das Album in seiner Gesamtheit recht lebendig und beweglich erscheinen lässt. Eingängige, geradlinige Passagen gibt es natürlich auch, diese sind sogar sehr schlicht gehalten, doch ermangelt es ihnen teilweise an Rohheit, Härte oder Bestimmtheit. Genau hierin liegt auch das Grundproblem von Vox In Excelso. Es ist im Grunde ein gutes, abwechslungsreiches Werk, welches immer wieder mal an Darkthrone erinnert. Malmort setzen auf die Vermischung von Grimmigkeit, flottem Tempo und fließenden Melodien und Strukturen. Stellenweise funktioniert das richtig gut, wie etwa in Cruciatus. Dort ist das Tempo stets flott und veränderlich, das Riffing ist einprägsam und wirksam, und auch die atmosphärische Passage mit unverzerrter Gitarre setzt gute Akzente. Auf der anderen Seite gibt es aber auch mal Parts zu hören, deren Riffing und Melodik leider nicht ganz so zündend ist. Dann wirkt die melodische, im Vordergrund stehende Gitarre zu unstet und flackernd und es fehlt insgesamt an Grimmigkeit oder Härte. Dann wäre weniger sicherlich mehr gewesen. Es ist halt ein schmaler Grat, wenn man Melodik mit Schnelligkeit und Grimm vereinen will. Malmort ist dieses Unterfangen leider nicht immer gelungen, obgleich es natürlich auch viele gute Passagen und Lieder gibt.

Vox In Excelso enthält viel Licht aber auch ein wenig Schatten. Zumeist funktioniert es, Grimmigkeit mit melodischen Riffs und flotter Rhythmik zu kombinieren – was, wiegesagt, öfters an Darkthrone erinnert. Manchmal liegen Malmort aber auch etwas daneben und die Melodik ist zu viel des Guten. Dann wäre mehr Härte oder auch Eingängigkeit besser gewesen. Schlecht ist das Album aber nicht, da es schnörkelloser Black Metal ohne wenn und aber ist. Es gibt bis auf die einleitenden, sanften Klänge in XIII October MCCCVII keine Ein- Über- oder Ausleitungen zu hören, was ich persönlich sehr zu schätzen weiß. Über den Rest lässt sich natürlich vortrefflich streiten. Wer also abwechslungsreichen Black Metal mit grimmiger Attitüde à la Darkthrone mag, darf durchaus bedenkenlos zugreifen.

7/10
Aceust

01. XIII October MCCCVII
02. Cruciatus
03. Templi secretum
04. De laude novae militiae
05. Faciens misericordiam
06. Roi de marbre
07. Considerentes dudum
08. Finis regni et funereus successiones

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