Malkuth – Extreme Bizarre Seduction | 2001 | Demise Records | CD | Black Metal

Malkuth ist eine bizarre Formation aus Brasilien die inzwischen auch schon acht Jahre lang ihr Unwesen im Black Metal Untergrund ihr Unwesen treiben und verbreiten. Allerdings handelt es sich bei Extreme Bizarre Seduction erst um das zweite Album der Band. Wie man schon an den Namen der Lieder erkennen kann, handelt es sich bei Malkuth um eine eigenwillige Band. Anhand der Songtitel könnte man durchaus auf den nicht abwägigen Gedanken kommen, das sich die Band selbst nicht ernst nimmt. Doch da ich die Band bereits einige Zeit kenne, und vom ersten Album der Band vollauf begeistert war, gehe ich stark davon aus das die Band durchaus ernstzunehmen ist, und sie ihre Liedernamen auch ernst meint und sich selbst tiefergehend mit der abgehandelten Thematik beschäftigt.

Musikalisch eine Beschreibung der Band abzuliefern ist nicht einfach. Malkuth spielen einen sehr eigenwilligen Stil des Black Metals den man kaum oder sogar gar nicht mit anderen Bands vergleichen kann. Dadurch wirken sie einerseits interessant, aber zugleich auf der Kehrseite auch abschreckend. Allerdings ist dies auf Extreme Bizarre Seduction weitaus nicht mehr so stark der Fall wie noch auf dem ersten Album, The dance of the Satan´s bitch. Ein sehr eigenwillgers Merkmal der Brasilianer ist z.B.: der außerordentlich skurrile Frauengesang der zuweilen in den Songs mit eingebaut ist. Da ist es in der Tat sehr schwer Gefallen dran zu finden. Aber wenn man gerade diese eigenartige weibliche Stimme hört sollte man den bizarren Aspekt mal bedenken den ja die Band bewußt provozieren und produzieren möchte. Dadurch sieht man die Werke schon ganz anders, und sie bekommen auch einen neuen Glanz.

Insgesamt bekommt man mit Extreme Bizarre Seduction wahrlich bizarren Black Metal aus einem eher für die Musikart untypischen Land geboten der mit besonders interessanten Riffs und Gitarrenrhythmen aufwettern kann. Die Musik ist im allgemeinen eher langsam, dafür aber aussagekräftig und überaus interessant und vielschichtig arrangiert. Die Musiker haben sich etwas bei der Gestaltung der Songs gedacht, und so wird man über längere Zeit eine Hörfreude an dem Album haben, insofern man etwas mit etwas anderen Black Metal Arten umgehen kann. Denn den eher „primitiven“ und eingänigen Sound des nordischen Black Metals wird man vergebens suchen. Doch genau solch einen wahren Geist hat die Musik dennoch. Nur halt nicht auf europäisch, sondern brasilanisch. Für uns Europäer eben bizarr. Musikalisch und produktionstechnisch ist es allemal ein sehr gelungenes und gutes Album das hierzulande leider kaum Beachtung findet und auch schwer zu besorgen sein sollte. Wer jedoch trotzdem die Möglichkeit hat sich dieses Album zuzulegen, ist gut damit beraten es sich dann auch zu kaufen. Allerdings werden Leute die nur auf der nordischen Schiene fahren, bzw. eher breitenorientierten Black Metal hören, nicht so sehr ihre Freude daran haben. Aber denen ist ohnehin nicht zu helfen. Ob nun mit oder ohne Malkuth. Black Metal ist halt doch mehr als nur Burzum, Dark Throne, Moonblood oder Graveland.

01 – The cry of Adelain (Embrace the lesbian goddess)
02 – Deep melancholy state a poetic suicide of loucyfer
03 – My crucial story about the Jesus sinner
04 – Devil bride – Our erotic dark desires
05 – Extreme Bizarre Seduction
06 – Gilles de Rais – Lord of Rais
07 – Lapidis funebris
08 – …and the ancient witches consume psychotropic teas
09 – The demons mark in my skin

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