Malhkebre – Revelation | 2014 | I, Voidhanger Records | CD | Black Metal

Dieses Album ist keine leichte Kost. Nicht etwa des womöglich ein wenig unappetitlichen Covers wegen sondern aufgrund der musikalischen Darbietungen dieses französischen Quartetts. MALHKEBRE wurde im Jahre 2002 von Eklezjas’tik BerZerK, dem Mann hinter Battlesk’rs Productions, gegründet, um satanische Propaganda zu verbreiten. Weil sich MALHKEBRE dieser Thematik vehement verschrieben haben, wird deren Stil oft als Orthodox Black Metal beschrieben. Dazu passt auch die 2009 erschienene Split EP mit AOSOTH. Musikalisch bestreiten MALHKEBRE allerdings andere, eigenständige Pfade und sind kaum mit den ‚klassischen‘ Vertretern dieser Gattung zu vergleichen.

„Revelation“ ist nämlich nicht nur eigenständig sondern auch durch und durch eigenwillig. Obwohl das Konzept satanisch, okkult und rituell ist und dies auch reich bebildert wird mit nackten und blutverschmierten Körpern, verzichtet man vollständig auf irgendwelche Samples, Einspielungen oder Filmausschnitte, die eine düstere, religiöse Atmosphäre erzeugen sollen. MALKHEBRE lassen stattdessen einfach ihre Instrumente sowie Berzerks Gesang für sich sprechen.

Die Lieder sind teilweise sehr komplex und chaotisch strukturiert und Berzerks Gesang, sofern man von Gesang sprechen kann, kommt stets makaber aber manchmal auch hysterisch daher. Seine zumeist gesprochene oder merkwürdig gesungene respektive summende Stimme, erzeugt gemeinsam mit sehr eigenwilligen, teils komplizierten und schrägen Riffs, eine absolut beklemmende Atmosphäre. Dabei wirkt das Treiben manchmal gar derart skurril und absurd, dass ich mich an HÖLLENPOETIKS erste Demo erinnert fühle. Das Eigenwillige und Chaotische mag zunächst irritieren da es anstrengend sein kann, allerdings gelang es MALHKEBRE recht schnell, mich zu überzeugen. Obwohl das Riffing manchmal etwas kompliziert ist gibt es zahlreiche tolle Riffs, die zupackend und vereinnahmend sind, zumal MALHKEBRE vereinzelt dezente Einflüsse von Death Metal erkennen lassen. Vor allem was Riffing und Klang anbelangt. An ganz anderen Stellen wirken sie dann jedoch absolut abgedreht, chaotisch und hysterisch.

„Revelation“ ist ein abstraktes und abgefahrenes Album, welches teilweise sehr chaotisch und technisch, andernfalls aber auch hart, böse und brutal ist. Und über allem liegt eine düstere und obskure Eigenwilligkeit, die „Revelation“ zu einem überaus interessanten Album für jeden macht, der sich für Black Metal abseits ausgetretener Pfade interessiert.

I. Multi Sunt Vocati [00:38]
II. In Pulverem Reverteris [06:21]
III. Hystérie Révélatrice – Part I [01:57]
IV. Hystérie Révélatrice – Part II [06:45]
V. Dogma [00:50]
VI. To Become Or Die [05:23]
VII. AMDG [03:12]
VIII. The Truth Must Be Doubted For Victory [05:02]
IX. IHSV [07:52]

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