Madonagun – Grovel At Her Feet | 2012 | Great Dane Records | CD | Death Metal

Grovel At Her Feet ist das Debütalbum der französischen Band MADONAGUN. 2007 wurde die Band gegründet, 2010 gab es die erste EP und nun das erste Album. MADONAGUN gehört zu der Sorte von Musikgruppen, die man stilistisch überhaupt nicht zuordnen kann, so mannigfaltig sind die Elemente und Einflüsse derer man sich bedient. Man selbst bezeichnet den eigenen Stil als progressiven Dark Metal. Das kann man so gelten lassen, aber erklärt im Grunde gar nichts. Auf jeden Fall ist die Musik von MADONAGUN moderner Metal, der Heavy Metal, Death Metal und Industrial in sich vereint.

Entsprechend reichhaltig und abwechslungsreich ist das Resultat denn auch. Wenn es so etwas wie einen roten Faden gibt, dann ist es die Kombination aus brachialen Gitarren, dualem Gesang und düsteren Melodien, welche sich aus Keyboards sowie kurzen Industrialschüben speisen. Das funktioniert ganz gut, zumal die Vermischung von Death Metal und Industial nicht neu ist, doch MADONAGUN streuen öfters mal Klargesang ein, der sich mit dem verzerrten Death Metal Gesang abwechselt. Manchmal klingt dies nach Heavy Metal, andernorts schon fast nach Gothic und wieder an anderer Stellen fühlt man sich an Hardcore erinnert. Manchmal funktioniert das ganz gut, nämlich dann, wenn der Klargesang düster ist, dies ist aber nicht immer der Fall, da es auch melodische Klargesänge gibt, die mir überhaupt nicht gefallen, und einfach rockig oder Heavy Metal sind. Was mir hingegen gut gefällt, ist die riffbetonte Härte der Gitarren. MADONAGUN spielen rhythmisch hochgradig variabel, dabei aber niemals wirklich schnell, dennoch gelingt es, wenn man es denn möchte, sehr hart und brachial zu klingen. Dann wird es hart und düster, doch kann das recht schnell durch einen melodischen Part mit Soli und Klargesang abgelöst und zunichte gemacht werden.

Grovel At Her Feet ist ein durch und durch modernes, stilübergreifendes Album. Das Album enthält sehr gute Momente, die sofort zünden, düster und hart sind, aber ebenso auch viel Melodik und störenden Klargesang, der meiner Meinung nach nicht sein müsste. Wer es modern und extrem abwechslungsreich mag und keine Klargesänge scheut, sollte den Franzosen durchaus eine Chance geben. Die Lieder wurden gut eingespielt, der Klang ist sehr sauber und druckvoll und setzt den progressiven Dark Metal exzellent in Szene.

01. Descent
02. Bloodlust
03. Chaos seeds
04. Twilight of the men
05. Scars
06. …or die free
07. Grovel at her feet
08. Stairway to hell
09. Burning gates

http://www.madonagun.com/

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