Lugubrum – Heilige Dwazen | 2006 | Old Grey Hair Records | CD | Black Metal

Auch im 14. Jahr des Bestehens wissen Lugubrum mit ihrem siebten Album voll und ganz zu überzeugen. Lugubrum haben ihre ureigene und unverwechselbare Stilistik all die Jahre beibehalten, doch schaffen sie es jedes Mal ihre Alben nicht platt, langweilig und ideenlos wirken zu lassen. Heilige dwazen ist vielleicht sogar eine der besten Lugubrum-Veröffentlichungen überhaupt.

Am auffälligsten an Heilige dwazen ist zunächst mal, dass Lugubrum auf ihrem neusten Werk nicht mehr ganz so grimmig und räudig rüberkommen wie noch zuletzt bei De vette cuecken oder auch all den Veröffentlichungen zuvor. Auf der einen Seite liegt das an der besseren und sauberen Klangproduktion – vor allem die Gesangsspur ist nicht mehr so laut und zentral -, auf der anderen Seite liegt es aber auch am Material selbst. Im Bezug zu De vette cuecken ist es weniger aggressiv und abwechslungsreicher obwohl man eigentlich noch nie sagen konnte dass Lugubrum eingängig sind. Obwohl es natürlich immer wieder eingängige, stampfende Strecken und Rhythmen gibt, existieren insgesamt aber einfach viel zu viele unterschiedliche Elemente: schräge Gitarrenläufe, wütende Rhythmuswechsel und auch Passagen mit klarer Akustikgitarre. Darüber hinaus kommt auf der aktuellen Platte mehrmals ein gut gespieltes Saxophon zum Einsatz, welches den leichten und liebenswürdigen irren Eindruck der Belgier betont.

Heilige dwazen verbindet alte rumpelige und scheppernde Elemente früherer Werke mit heutigen melodischen Aspekten und einem ausgereiftem Songwriting. So stellt Heilige dwazen eine sehr starke Veröffentlichung dar, die De vette cuecken in den Schatten stellt und trotz der guten Produktion wieder mehr die Atmosphäre besitzt, wie sie auch beispielsweise bei Al ghemist oder Bruyne troon vorhanden war.

01. Holy fools embodied
02. The kiss on the anus
03. At the base of their tale
04. Though chained
05. We slyly sucked stolen bread
06. On anemone meteorities

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