Locus Mortis – Inter uterum et loculum MMXI | 2011 | ATMF | CD | Black Metal

MZ, auch bekannt durch sein Schaffen in Arcana Coelestia und Urna, hat sich dazu entschlossen das 2005er Debütalbum Inter Uterum Et Loculum komplett neu einzuspielen und aufzunehmen. Da ich das Original jedoch nicht kenne, kann ich keine Stellung zu den Neuerungen und Änderungen nehmen. Allerdings kann ich es mit dem 2007er Werk Voust vergleichen. Ich komme so schnell auf Voust zu sprechen, da mir Inter Uterum Et Loculum MMXI auf Anhieb besser gefällt als das zweite Album. Es ist düsterer und dunkelatmosphärischer, beinhaltet an einigen Stellen auch Ähnlichkeiten zu den beiden anderen Gruppen von MZ. Trotzdem ist Inter Uterum Et Loculum MMXI schneller und harter Black Metal, aber nicht so technisch, steril und maschinell wie auf Voust. Voust war gewiss kein schlechtes Album, aber es bedurfte einiger Durchläufe ehe ich Zugang fand. Mit der neuen Version des Debütalbums ist es anders, da geht die Musik sofort ins Mark. Es ist nicht ganz so komplex und verschachtelt, geradliniger aber auch atmosphärischer, was man schon bald in Te sit perpetua vita zu spüren bekommt. Das Lied beginnt zwar sehr schnell, hart und kompromisslos, doch im Mittelteil ist dann eine atmosphärische Passage mit sphärisch gespielter Klargitarre zu hören, was wirklich an die anderen Bands von MZ erinnert.

So und auf ähnliche Weise stellt sich das gesamte Album dar. Auf der einen Seite rasender Black Metal mit eisigem Riffing, der so kompromisslos und zerstörerisch ist wie ein Panzerbataillon, auf der anderen Seite aber auch atmosphärisch und melodisch. Diese Vermischung ist gut gelungen, zumal die jeweiligen Elemente für sich genommen abwechslungsreich gestaltet wurden und sich nicht wiederholen oder kopieren. Zudem gefällt mir die Klangproduktion von Inter Uterum Et Loculum MMXI, die wärmer und natürlicher als auf Voust ausgefallen ist. Wer rigoros schnellen Black Metal mag, der wird hiermit ganz sicher seine Freude haben. Aber auch andere könnten an dem Teil Gefallen finden, da das Album eben nicht nur blindes Geknüppel beinhaltet, sondern auch geschickte Strukturen mit Abwechslung und guten atmosphärischen Auflockerungen.

8/10
Aceust

01. Prologo
02. Te sit perpetua vita
03. Sentore di morte
04. La via mi fu mostrata
05. Il sole sorge sul luogo dei morti
06. Immortale decadenza
07. 1652 – Nigra pestilentia
08. Fiamme
09. Relitti

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