Leviathan – Tentacles Of Whorror | 2004 | Moribund Records | CD | Black Metal

Leviathan, eine amerikanische Ein-Mann-Band, spielt düsteren, bizarren und morbiden Black Metal. Die CD Tentacles of whorror ist mir einer Spielzeit von über 72 Minuten lang ausgefallen und ist ordentlich aufgefüllt mit ruhigeren Klangpassagen und Momenten, die dunkel und wohl auch pervers klingen sollen, da der Gesang teilweise sehr extrem verzerrt und gekreischt ist; aber andererseits auch leise und wie ein fernes Rufen klingt. Die Stärken von Leviathan liegen dann auch tatsächlich im langsamen und atmosphärischen Bereich, dort spürt man, dass der Musiker sich bei der Gestaltung durchaus Gedanken gemacht hat und ihm die Umsetzung gelungen ist. Tentacles of whorror ist aber nicht durchgehend langsam und düster sondern zu gleichen Anteilen auch schnell und aggressiv. Das Album ist ein Wechselspiel dieser beiden Gegenstücke, die gemeinsam eine intensive eindringliche Stimmung schaffen, wobei das schnellere Material aber nicht ganz so überzeugen kann. Es wirkt manchmal etwas zu ideenlos und plump, ist aber auf einem soliden Sockel. Dieses Defizit kann man aber als Kontrast zur facettenreichen Strukturierung der bizarren Strecken und Arrangements betrachten. Alles in allem ein interessantes Werk, das Höhen und Tiefen hat und nach dem Hören nicht gleich aus dem Gedächtnis verschwindet.

01. What fresh hell
02. Heir to the noose of Ghoul
03. Cut, with the night into mine heart
04. A bouqet of blood for skull
05. Deciphering legend within the …
06. A necessary mutilation
07. Vexed and vomit hexed
08. Tentacles of whorror (Revel the tyrant)
09. Requiem for a turd world
10. Blood, red and true: Part III
11. Mouth orifice bizarre
12. The history of rape

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