Lekamen Illusionen Kallet – Må Ljuset Aldrig Nå Oss Mer | 2010 | Frostscald Records | CD | Black Metal

Frostscald Records hat sich LIK angenommen, einem weiteren Projekt von Armageddas Graav, und alle drei Alben mit neuer Aufmachung wiederveröffentlicht. LIKs erstes Album Må Ljuset Aldrig Nå Oss Mer erstand und erschien 2003, also ungefähr in der Endphase von Armagedda. So liegt es auch nahe, dass LIK mit dem anfänglichen Black Metal von Armagedda nicht viel gemeinsam hat. Vielleicht könnte man LIK aber als eine okkulte Mischung aus Armageddas letztem Album und Lönndom bezeichnen. Auf Må Ljuset Aldrig Nå Oss Mer kombiniert Graav jedenfalls Black Metal mit okkultem aber auch depressiven Rock, und die eine und andere folkloristische Anleihe, in der Form von Gitarrenläufen, ist auch gegeben.

Må Ljuset Aldrig Nå Oss Mer ist ein abwechslungsreiches, stimmungswechselndes Album, auf dem Graav sich zur Gänze unheilvollen Stimmungen und Harmonien hingibt. Hate to be Human beispielsweise, ist ein erstklassiges Lied, welches absolut schwermütig ist, da Graav hier wunderbar seine Stimme flüsternd und hauchend, mit der Klargitarre inszeniert. Die Melodik ist düster und eingängig, aber dennoch vereinnahmend und fesselnd. Das direkt darauf folgende Djupa Sinn schlägt hingegen in eine andere Kerbe. Es ist lauter, die rockigen Riffs ertönen etwas grell und roh, das mittelschnelle Schlagwerk poltert und auch der minimal melodische Gesang setzt das Lied in einem starken Kontrast zu Hate to be Human. Gleichfalls dreckige Riffs sowie antreibendes Schlagwerk ist in Guds Förlorade Skapelser zu hören, in dem Graav verzerrten und klaren Gesang abwechselnd vorträgt. Black Metal trifft hier suizidal wirkenden Rock.

Må Ljuset Aldrig Nå Oss Mer ist definitiv ein interessantes Album, auf dem Graav zwar nicht unbedingt experimentelle Töne anschlägt, aber dennoch einen eigenwilligen Weg bestreitet. Es gibt rohe, dreckige und räudige Passagen ebenso wie sanfte, klare und verträumte Momente. Vereinzelt schimmert auch eine angenehme Portion Wahnsinn durch. Wem die Mischung aus Black Metal und düsterem Rock gefällt, kann ich hier nichts verkehrt machen.

6/10
Aceust

01. Pest & Pina
02. Hate to be human
03. Djupa sinn
04. Guds förlorade skapelser
05. Evig natt
06. Namnlös
07. Bortom allt liv

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