Laid In Ashes – Solitary Ghostride | 2008 | Perish In Light | CD | Death Metal

Zweieinhalb Jahre nach Bastards from hell meldet sich Laid in Ashes zurück. Solitary ghostride heißt der dritte Silberling und stellt eine deutliche Steigerung zum Vorgänger dar. Vor allem die Produktion wurde erheblich verbessert, der dünne und weitgehend kraftlose Klang von Bastards from hell ist passé. Das abwechslungsreiche und melodische Death-Metal-Gemisch von Laid in Ashes durchflutet nun angemessen, nämlich kraftvoll und voluminös den Raum.

Musikalisch ist Solitary ghostride überaus vielschichtig und auch stilübergreifend ausgefallen. Über allem steht natürlich der melodische, abwechslungsreiche sowie lebendige Anspruch. So gut wie immer hält Laid in Ashes etwas in Bewegung, wirkliche eingängige Strukturen gehören nicht zum Repertoire. Dabei gibt es durchaus sehr schnelle, harte und brutale Parts, die wuchtig und extrem sind. Diese fallen dann selbstverständlich auch geradlinig und eingängig aus, sind dabei jedoch vielmehr Fragmente einer komplexen, technischen und dichten Materie als eigenständige und stilprägende Elemente.

Mit Fabian Wallenfang besitzt Laid in Ashes einen Sänger, der sowohl hellen und grell verzerrten Kreischgesang, als auch dunkel und tief aus der Kehle kommenden Gesang perfekt beherrscht. Lediglich seine klaren Gesangseinlagen in Purified und Sin scarred skin vermögen nicht zu überzeugen, was schade ist, da Purified ein sehr gutes Lied ist, in dem rigorose Härte, treibende Rhythmen und filigrane Melodieführungen perfekt miteinander kombiniert wurden. Überhaupt ist das Spiel der beiden Gitarren bemerkenswert. Neben schweren, niederwalzenden und tonnenschweren Death-Metal-Riffwänden sind immer wieder sehr lebendige und flotte Riffs zu hören, die mal sehr thrashig oder mal rockig rüberkommen. Trotz dieser spielerischen und melodischen Fülle wirkt das Spiel von Laid in Ashes allerdings nicht zu überladen oder verspielt, wie es noch auf Bastards from hell der Fall war. Solitary ghostride macht einen viel runderen und stimmigeren Eindruck. Die komplexen Strukturen mit ihren zahlreichen Wechseln, sind ausgefeilter und absolut flüssig.

Ich muss gestehen dass ich von Solitary ghostride ein wenig beeindruckt bin. Melodisch eingefärbter und abwechslungsreicher Death Metal sagt mir in aller Regel zwar nicht zu, doch Laid in Ashes schafft es mit Solitary ghostride scheinbar mühelos, mich als Skeptiker dieser Spielart zu überzeugen. Ich kann abschließend nur sagen, dass Solitary ghostride ein wirklich gutes Album ist, in dem Melodik, Abwechslung und Härte hervorragend arrangiert und miteinander kombiniert wurden.

7,5/10
Aceust

01. Intro: Rise of the phoenix
02. Hellbound
03. Solitary ghostride
04. I am the one
05. Purified
06. Demon’s dance
07. Fuel to the fire
08. The bone collector
09. Say goodbye to innocence
10. Sin scarred skin
11. Chapter about abuse

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