Kroda – Varulven | 2013 | Purity Through Fire | CD | Pagan Folk Black Metal

KRODA lernte ich 2007 mit dem damals aktuellen Album Fimbulwinter kennen, welches für mich bis heute ein nahezu perfektes Meisterwerk ist. Doch mit Fimbulwinter endete bekanntlich nicht die Zeit und KRODA veröffentlichten noch einiges Material, unter anderem das letzte, 2011 erschienene Album Schwarzpfad. Im vergangenen Herbst ist mit Varulven eine EP herausgekommen, die bis dato unveröffentlichtes Material beherbergt. Dabei handelt es sich aber nicht um Kompositionen KRODAS sondern um zwei traditionelle Folklore-Stücke und zwei nachgespielte Interpretationen bekannter Gruppen.

Am Anfang ist das Titelstück Varulven zu hören. Das Lied ist im Ursprung ein „traditionelles Nordisches“ Stück, welches KRODA 2011 bei den Aufnahmen zu Schwarzpfad einspielten. Es ist als Experiment im Viking Rock Stil aufgenommen worden. Es ist recht beschaulich, nämlich melodisch und mit einer Vielzahl an folkigen Instrumenten wie etwa Pfeife und Maultrommel. Desweiteren ist auch über weite Strecken eine Frauenstimme zu hören, die mich stark an die EP Ancient Abbey von EVOL erinnert. Varulven ist ein interessantes Lied, welches sehr gut zum folkigen Konzept der Veröffentlichung passt. Da ist das nachfolgende Cover Werwolf von TEMNOZOR nur folgerichtig, so bedeutet Varulven übersetzt doch Werwolf. Mit TEMNOZOR bin ich nie warm geworden, mir war deren Musik immer zu melodisch und fröhlich. Dies spiegelt sich auch in Werwolf wieder. Es ist sehr folkig und melodisch, hat aber dank KRODAS bissigem Gesang auch eine gewisse durchdringende Härte. Es bleibt aber alles in allem recht folkig und paganesk.

Mit Nemesis geht es überaus ruhig weiter. Nemesis soll ein deutsches Volkslied sein und erinnert mich musikalisch und atmosphärisch an Gruppen wie HAGALAZ‘ RUNEDANCE oder HEL. Die ruhige Instrumentierung ist rein akustisch und entfaltet eine entsprechend sanfte und harmonische Atmosphäre. Abschließend gibt es mit Der scharlachrote Tod ein nachgespieltes Lied von ABSURD, welches 2012 live auf dem Kilkim Zaibu Festival in Litauen aufgenommen wurde. Das Original kenne ich nicht aber diese Liveaufnahme ist klanglich recht roh und unsauber. Der Gesang kläfft aggressiv und bissig während die Instrumente dumpf dröhnend und scheppernd ertönen. KRODA schreiben selbst das diese Aufnahme unprofessionell ist. Das kann man so stehen lassen.

Auch wenn Varulven nichts Neues darstellt, so ist die EP doch eine interessante Zusammenstellung. Vor allem die beiden traditionellen Lieder Varulven und Nemesis sind sehr gelungen und ansprechend. Für Anhänger von KRODA oder des Folk Pagan Metals sicherlich zu empfehlen.

1. Varulven
2. Werwolf (Temnozor Cover)
3. Nemesis
4. Der scharlachrote Tod (Absurd Cover)

http://www.kroda.com.ua/
http://www.purity-through-fire.com/

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