Kilte – Absence | 2009 | Eisenwald Tonschmiede | CD | Black Metal

Absence wurde bereits mehrmals auf unterschiedlichen Formaten wiederveröffentlicht und erschien jüngst als MCD mit zwei, vom Demo entnommenen, Bonusliedern. Kilte gefiel mir bereits auf der Split Emission through self infliction verdammt gut, und kann das mit Absence locker wiederholen. Die drei Lieder zeugen von ergreifendem Black Metal, der schwermütig ist und tolle Melodien aufweist. Zudem gefällt mir der Klang, der zwar nicht unbedingt rau, aber auch nicht klar und perfekt ist. Der ruhige, aber extrem verzerrte Gesang, sowie das leise Rauschen während der lauten Passagen, bilden genau die richtige Umgebung für diese desolate Musik. Ich zog damals einen Vergleich zu Abyssic Hate, den ich hier zu Absence nur wiederholen kann. Die Musik, die Kilte spielt, ist sehr eindringlich, obgleich das Tempo niemals angehoben wird. Der Rhythmus ist gemächlich, doch der Gesang und die Melodik, die stellenweise mit einem leisen, eher unauffälligen Keyboard angereichert wurde, sind so ausdrucksstark und präsent, dass die Musik von Anfang an eine dichte, alles umhüllende Atmosphäre aufbaut.

Die beiden Bonusstücke vom Demo zeigen sehr schön, wie sehr sich Kilte vor allem gesanglich und klanglich seit dem Demo entwickelt hat. Der Klang ist viel greller und dünner, der Gesang nicht so extrem verzerrt und das Keyboard viel vordergründiger. Die Entwicklung die Kilte vollzog, war also genau richtig. Bleibt nur zu hoffen, bald mal neues Material der Belgier zu hören. Immerhin erschien die letzte reguläre Veröffentlichung im Sommer 2007.

Ich kann nur eines hierzu zusammenfassend schreiben: unbedingt kaufen!

8,5/10
Aceust

01. The true beauty of our absence
02. Haar laatste traan
03. Eindeloos verval
04. Haar laatste traan (Demo)
05. Eindeloos verval (Demo)

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