Kalmankantaja – Elävältä Haudattu | 2013 | Self Mutilation Services | CD | Black Metal

Vor rund einem halben Jahr erschien von KALMANKANTAJA das Debütalbum „Kuolonsäkeet“ und nun legt das finnische Duo bereits nach und veröffentlichte jüngst den Nachfolger Elävältä Haudattu. KALMANKANTAJA bleiben ihrer Linie strikt treu. Dies bedeutet ruhiger und ernsthafter DSBM, frei und losgelöst von schlechtem Klang und billiger Spielweise. Ich könnte eigentlich die Rezension von Kuolonsäkeet an dieser Stelle wiederholen, da sich beide Alben recht ähnlich sind.

Im Gegensatz zum Debüt enthält Elävältä Haudattu allerdings ein einziges, überlanges Lied welches 35 Minuten währt. Wie schon beschrieben, ist es ein ruhiges Stück, welches in verschiedene Kapitel gegliedert ist. Das Lied bzw. das Album ist von einer latenten, ernsthaften Schwermut durchdrungen, die von der sauberen sowie ruhigen Instrumentierung getragen wird. Der mit leichtem Hall unterlegte Kreischgesang ist weder aufdringlich noch hysterisch oder hektisch, vielmehr transportiert er eine beseelte Tristesse und Glücklosigkeit, welche durch die schaurig schöne Melodien und Harmonien aufgefangen wird. Wenn man die beiden Alben direkt miteinander vergleicht, dann fällt auf, dass Elävältä Haudattu etwas atmosphärischer und weniger rau als sein Vorgänger ausgefallen ist. Die Arrangements wirken dadurch etwas gefühlvoller aber vielleicht auch etwas trostloser.

Im Bereich des DSBM festigen KALMANKANTAJA ihren Status, einer der besseren Vertreter dieser Gattung zu sein. Der Klang ist gut, die Umsetzung und Spielweise ebenfalls und zudem enthält das Album einen gewissen Spannungsbogen, eine gewisse Dramatik, die ob aller Gelassenheit der Umsetzung durchdringt.

01. Elävältä Haudattu

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