Israthoum / Chalice Of Blood – Split | 2014 | Daemon Worship Productions | Vinyl | Black Metal

Mit ISRATHOUM kam ich 2006 das erste Mal in Berührung, als das Minialbum „Black Scenery Avatar“ von Merciless Records wiederveröffentlicht wurde. Damals gelang es jedoch nicht, mich gänzlich zu überzeugen. Damals missfiel mir das oft zu melodische Gitarrenspiel. Seitdem sind einige Jahre vergangen, es wurden zwei Alben veröffentlicht und die jüngste Veröffentlichung stellt die hier nun zu begutachtende Split EP mit CHALICE OF BLOOD dar.

Mit ihrem Lied „Ascetic Temples“ beginnen ISRATHOUM sehr stark, so erinnert mich der konsequent grimmige, schnelle und rauschende Anfang an URGEHAL, was schon mal sehr schön ist. Doch dabei bleibt es nicht und die bohrende Schnelligkeit weicht einer Variation aus verschiedenen Rhythmen, Harmonien und Gesangsformen. ISRATHOUM wechseln diese anfängliche Geschwindigkeit mit dunkelatmosphärischen Passagen ab, in denen düstere Melodien und Choräle zu hören sind. Es ist also ein abwechslungsreiches Lied, welches trotz den dunkelatmosphärischen Passagen stellenweise sehr kraftvoll und eindringlich ist. Melodische Gitarrenläufe gibt es nach wie vor, doch haben sich ISRATHOUM in dieser Hinsicht seit „Black Scenery Avatar“ erheblich steigern können.

Die B-Seite des Vinyls ist durch CHALICE OF BLOOD aus Schweden besetzt. Deren letzte Veröffentlichung, eine Split mit ARKHA SVA, liegt bereits fünf Jahre zurück. Die Schweden sind klanglich um einiges rauer als ISRATHOUM. Aber auch spielerisch erweisen sie sich als harscher, roher und aggressiver. Das Tempo ist über weite Strecken peitschend schnell, während grelle und raue Gitarren eisige Riffs schmettern. CHALICE OF BLOOD spielen direkten sowie rau und grell klingenden Black Metal ohne Firlefanz. Man macht keine Gefangenen und überzeugt durch authentische Geradlinigkeit.

Freunde des Vinyls und des orthodoxen Black Metals können diese Split EP definitiv probieren. Sowohl ISRATHOUM, die neben dem grimmigen und rohen Aspekt auch atmosphärische, sakrale Klänge darbieten, wissen zu überzeugen, als auch CHALICE OF BLOOD mit ihrer rigorosen Strenge und Härte.

1. Israthoum – Ascetic Temples
2. Chalice Of Blood – Sacrament Of Death

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