Inquisition – Magnificent Glorification Of Lucifer | 2004 | No Colours Records | CD | Black Metal

Nach dem nun schon legendären Album Into the infernal regions of the ancient cult und dem 2002er Werk Invoking the majestic throne of satan hat das in den Vereinigten Staaten lebende kolumbianische Duo ein weiteres Album fertig gestellt. Magnificent glorification of lucifer ist von allen dreien Alben das facettenreichste, differenzierteste Werk von Inquisition. Dies lies sich ja bereits aus der Miniauskopplung Unholy Inquisition rites ablesen. Nun wird der Eindruck komplettiert. Solche eindringlichen und langen Hymnen wie etwa Summoned by ancient wizards under a black moon oder Solitary death in the nocturnal woodlands sucht man vergebens. Die Lieder sind alle insgesamt kürzer und damit auch kompakter, denn sie enthalten im Gegensatz zu früher mehr Abwechslung, unterschiedliche Strukturen. Inquisition geben sich nicht mehr so durch und durch monoton grimmig wie auf Into the infernal regions of the ancient cult. Magnificent glorification of lucifer besitzt zwar auch die typischen Inquisition Gitarrenmelodien und Gesänge, doch sind beide Merkmale differenzierter, weiter ausgebaut worden. So hat Dagon von seinem rabenhaften Gesangsorgan das Spektrum leicht erweitert und verändert dann und wann die Tonlage, was angesichts seines knurrigen Gesangstils wunderbar klingt. Auch aus der Gitarre werden wieder eine menge herrlicher Melodien gezaubert, teilweise sogar recht freundlich und hell klingend, genauso aber auch düster, beklemmend und erschütternd so wie es Inquisition schon immer taten.

Alle die Inquisition bereits kennen und zu schätzen wissen, können auch beim neuen Album selbstverständlich bedenkenlos zugreifen. Für alle anderen ist es definitive Pflicht, sich diese Ausnahmegruppe mal anzuhören um ein anderes, durchaus erhabenes und elitäres Gefühl für den Black Metal zu bekommen, der sich den sonst gängigen Vorstellungen und Phrasen völlig verschließt. Manko allein ist die reale Spielzeit von ungefähren 35 Minuten, sie ist bei solch grandioser Musik einfach zu wenig.

01. Baptized in black goat blood
02. Crush the jewish prophet
03. Under the black inverted pentagram
04. Of blood and darkness we are born
05. Dark mutilation rites
06. Magnificent glorification of lucifer
07. Impaled by the cryptic horns of baphomet
08. We summon the winds of fire (For the burning of all holiness)
09. Eternal loyalty to our lord satan
10. Outro

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